Bluttat in den USA

Schüsse in US-Gericht - Tote

Washington - Erneut zieht eine Schießerei mit mehreren Toten in den USA die Aufmerksamkeit auf sich. Diesmal fallen die Schüsse in einem Gerichtsgebäude. Die Debatte über schärfere Waffengesetze reißt nicht ab.

Ein Mann hat in einem Gerichtsgebäude im US-Staat Delaware um sich geschossen und zwei Frauen getötet, darunter seine Ehefrau. Dann sei der Schütze bei einem Feuergefecht mit der Polizei selbst ums Leben gekommen, berichtete der Lokalsender NBC 10. Zwei Sicherheitsbeamte seien bei der Schießerei im Eingangsbereich des Gebäudes in Wilmington am Montagvormittag (Ortszeit) leicht verwundet worden. Die Hintergründe der Gewalttat blieben zunächst unklar.

Das Internetportal Delaware Online berichtete, der Schütze sei ein Mann um die 30 gewesen. Er habe seine Waffe kurz hinter der Eingangstür - noch vor einem Sicherheitsbereich mit Metalldetektoren - gezogen und das Feuer eröffnet. Bei einem der Todesopfer handele es sich um die Ehefrau des Schützen, teilte der Bürgermeister der Stadt Wilmington, Dennis Williams, mit.

Die US-Bundespolizei FBI habe die Ermittlungen aufgenommen. Das Gerichtshaus wurde zwischenzeitlich abgeriegelt, damit die Polizei jeden Raum durchsuchen konnte. Auch umliegende Schulen seien vorsichtshalber abgesperrt worden.

In den USA ereignen sich fast täglich tödliche Schießereien. US-Präsident Barack Obama hat deshalb den Kongress in Washington dazu aufgerufen, die Schusswaffengesetze zu verschärfen. Nahezu gleichzeitig zu den Ereignissen in Wilmington traf sich Vizepräsident Joe Biden im 45 Kilometer entfernten Philadelphia (Pennsylvania), um mit Polizisten und Kongressmitgliedern über Maßnahmen gegen die Waffengewalt zu beraten. Die Waffenlobby lehnt schärfere Gesetze jedoch ab.

dpa

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