Schießerei in Praxis: Täter hatte Krebs

Weilerbach - Schock in Weilerbach: Ein Mann hat am Montag völlig unvermittelt in einer Praxis zwei Ärzte erschossen. Der Täter litt nach ersten Erkenntnissen an einer Persönlichkeitsstörung.

Der 78-jährige Todesschütze von Weilerbach in der Pfalz war an Krebs erkrankt. Das berichteten die Ermittler am Dienstag in Kaiserslautern. Ob die Erkrankung im Zusammenhang mit der Tat gestanden habe, sei noch unklar. 

Außerdem war der Mann nach Einschätzungen der Polizei geistig verwirrt. Außerdem habe er seine tödlichen Schüsse auf zwei Ärzte und sich selbst geplant. Darauf deute eine Art Abschiedsbrief mit seinem letzten Willen hin, der im Haus des Mannes gefunden wurde, sagte ein Einsatzleiter der Polizei am Dienstag in Kaiserslautern. Der krebskranke Mann habe zudem ein kleines Waffenarsenal besessen. Fahnder fanden sechs Langwaffen und drei Pistolen bei ihm.

Pfalz: Tödliche Schüsse in Arztpraxis

In einer Praxis im pfälzischen Weilerbach hat ein Mann zwei Ärzte erschossen. © 
Diese deutsche Militär-Pistole P38, eine Wehrmachtspistole aus dem Zweiten Weltkrieg, ist laut Polizei eine von zwei Tatwaffen. © Simon Mario Avenia/dapd
Diese Sammlung von Gewehren gehörte dem Todesschuetzen von Weilerbach. © Simon Mario Avenia/dapd
Und auch diese Messer-Sammlung wurde in der Wohnung des Schützen sichergestellt. © Simon Mario Avenia/dapd
In einer Praxis im pfälzischen Weilerbach hat ein Mann zwei Ärzte erschossen. © 
In einer Praxis im pfälzischen Weilerbach hat ein Mann zwei Ärzte erschossen. © 
In einer Praxis im pfälzischen Weilerbach hat ein Mann zwei Ärzte erschossen. © dpa
In einer Praxis im pfälzischen Weilerbach hat ein Mann zwei Ärzte erschossen. © dpa
In einer Praxis im pfälzischen Weilerbach hat ein Mann zwei Ärzte erschossen. © dpa
Der 78-jährige Schuetze tötete sich nach Angaben eines Polizeisprechers nach der Tat selbst in seinem Haus. © ap
Der 78-jährige Schuetze tötete sich nach Angaben eines Polizeisprechers nach der Tat selbst in seinem Haus. © ap

Der 78-Jährige hatte am Montagnachmittag in einer Praxis im westpfälzischen Weilerbach zwei Ärzte erschossen und eine Arzthelferin verletzt. Auf der Flucht schoss er einen Polizisten an und nahm sich anschließend das Leben.

Die Polizei bezeichnete den Täter als Sonderling. Er sei als “schwierig und zunehmend verwirrt“ bezeichnet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Mann habe unter anderem Nachbarn beschuldigt, “ihn durch Geräte zu bestrahlen“. Der Staatsanwalt sprach von einer möglichen wahnhaften Persönlichkeitsstörung. Ob die Krebserkrankung im Zusammenhang mit der Tat gestanden habe, sei noch unklar.

Zu einem seiner Opfer habe der Rentner aber ein “recht gutes Verhältnis“ gehabt. In der Praxis, in der die Schüsse fielen, war der Mann auch Patient. Bevor er die Waffe zog, hatte er sich noch angemeldet und ins Wartezimmer gesetzt, wie es weiter hieß.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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