900 Schulen geschlossen

Bombendrohung in Los Angeles: Bad Emstalerin berichtet von Situation

Kein Unterricht in Los Angeles: 640.000 Schüler nach einer Drohung per E-Mail nach Hause geschickt. Fotos:  dpa/privat

Los Angeles. Eine per E-Mail versandte Bombendrohung hat am Dienstag zur Schließung von 900 Schulen in Los Angeles geführt. Eine Bad Emstalerin schildert ihre Eindrücke.

Die Schulbehörden informierten noch vor Unterrichtsbeginn mehr als 640.000 Schüler, dass sie nicht zum Unterricht kommen sollen. Nach Angaben der Schulbehörde wurde die E-Mail von einem Computer gesendet, dessen IP-Adresse in Frankfurt angesiedelt sein soll.

Carolin Belcher aus Bad Emstal (Kreis Kassel) lebt seit elf Jahren in der kalifornischen Metropole. Ihre sieben und neun Jahre alten Söhne gehen auf eine Schule im Süden der Stadt. Dieser Teil war von der Schließung nicht betroffen. Viele Eltern waren trotzdem verunsichert, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken sollen. Belcher hat sich dafür entschieden. „Ich habe mich entschlossen die Kinder zur Schule zu schicken, denn ich will nicht, dass diese Menschen gewinnen und uns allen Angst machen“, sagt die 35-Jährige. Sie ist in einer Eltern-Lehrer-Vereinigung und steht in engem Kontakt mit anderen Eltern. "Ich habe Unmengen von Anrufen und Nachrichten bekommen", sagt sie. Viele Eltern seien verunsichert und hätten ihre Kinder zuhause gelassen. „Ich habe mit meinen Kindern darüber geredet, wie sie sich verhalten sollen, wenn es Schüsse in der Schule gibt“, sagt Belcher.

Allein in der vergangenen Wochen habe es drei Bombendrohungen an einer Schule in der Nachbarschaft, der Mira Costa High School in Manhattan Beach, gegeben. "Die Schule wurde dreimal evakuiert", sagt die 35-jährige Mutter von drei Kindern.

Polizei und Schulbehörde machten keine genauen Angaben zur Art der Bedrohung. Nach Medienberichten sollen Rucksäcke eine Rolle gespielt haben. Die Drohung habe sich gegen mehr als eine Schule gerichtet, sagte der Leiter des zweitgrößten Schulbezirks in den USA. Alle rund 900 Schulen sollten deshalb nach möglichen Sprengsätzen oder Waffen durchsucht werden. Ob der Unterricht am heute fortgesetzt werden kann, war zunächst nicht klar.

Auch in New York gab es nach Angaben der Polizei eine fast identische Drohung, die dort aber als nicht glaubwürdig eingestuft wurde. (mit dpa)

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