Schuss löst sich aus Polizeidienstwaffe: Journalist verletzt

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Ein Zeitungsreporter lässt sich für eine Reportage-Serie die Dienstwaffen zeigen. Dabei löst sich ein Schuss, das Projektil durchschlägt den Oberschenkel des Mannes. Foto: Arne Dedert/Archiv/Symbolbild

Bremerhaven (dpa) - Bei der Vorführung von Dienstwaffen der Polizei Bremerhaven ist ein 44-jähriger Journalist angeschossen und verletzt worden.

Der Schuss habe sich bei einem Recherchetermin in den Räumen der Polizeipressestelle unbeabsichtigt aus der Dienstpistole eines Beamten gelöst, sagte der Leiter der Ortspolizeibehörde, Harry Götze. Das Projektil traf den Reporter der "Nordsee-Zeitung" am Oberschenkel. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, Lebensgefahr bestand aber nicht.

Die "Nordsee-Zeitung" teilte auf Facebook mit, dass es dem Journalisten "nach ersten Erkenntnissen den Umständen entsprechend gut" gehe. Er habe für eine Polizei-Serie recherchiert, um die Ausrüstung der Beamten vorzustellen.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte. "Eigentlich darf das nicht passieren", betonte Götze. Bei der Präsentation von Waffen verstehe es sich von selbst, dass sie ungeladen seien. Alle vorgeführten Waffen seien beschlagnahmt und untersucht worden. In keiner habe sich Munition befunden. Warum in der einen Schusswaffe ein Projektil steckte, werde nun untersucht: "Warum das passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis."

Bei der Vorführung der Waffen waren ein Pressesprecher der Ortspolizei und ein Trainer für die Anwendung von Schusswaffen anwesend. Der 45-jährige Ausbilder habe den Schuss ausgelöst, sagte Götze. Beide Beamten hätten sich nach dem Unfall krankgemeldet. Der Polizeipräsident nannte den Unfall "bedauerlich und schlimm". Neben den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen würden auch dienstrechtliche Konsequenzen geprüft. 

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