Schwache Nachfrage: Modehändler zücken den Rotstift

Der Winterschlussverkauf beginnt am 21. Januar. Aber bereits jetzt zücken Modehändler den Rotstift. Mit ersten Preisreduzierungen soll die schwache Nachfrage nach Winterbekleidung angekurbelt werden.

Verbraucher können bereits Schnäppchen bei warmer Winterbekleidung machen. Mehr als vier Wochen vor dem eigentlichen Beginn des Winterschlussverkaufs beginnen im Modehandel schon Preise zu purzeln. Die Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft seien bisher meist enttäuscht worden, berichtete der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) am Dienstag in Köln. Der Branchenumsatz in dem seit November laufenden Weihnachtsgeschäft liege bisher schätzungsweise fünf Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Um die Nachfrage anzukurbeln, komme im Modehandel jetzt zunehmend der Rotstift zum Einsatz. Mit weiteren Preisreduzierungen sei dabei nach Weihnachten und im neuen Jahr zu rechnen. Den Abschluss bilde der Winterschlussverkauf ab 21. Januar. Der Modehandel hoffe noch auf einen kräftigen Endspurt im Weihnachtsgeschäft. In der Branche halte seit kurzem aber auch die neue Frühjahrsmode Einzug. „Erfahrungsgemäß kaufen viele Kunden bereits in der Weihnachtszeit gerne frische Modelle der nächsten Saison“, schilderte der Branchenverband. Das wechselhafte Wetter - mal zu mild, dann wieder viel Schnee - wird nur als ein Grund für die bisher unter den Erwartungen gebliebene Umsatzentwicklung im Modehandel gesehen. Außerdem wachse der Online-Handel mit Bekleidung weiterhin. Hinzu seien negative Wirtschaftsmeldungen gekommen, die auf die Kauflust drückten. Die „TextilWirtschaft“ hatte jüngst berichtet, dass dem diesjährigem Weihnachtsgeschäft im Modehandel bislang der Schwung fehlte. Neun Wochen in Folge habe der Testclub der Fachzeitschrift ein Umsatzminus gemeldet. Dabei ging es um den Zeitraum bis einschließlich 49. Woche. (dpa)

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