Tod von Teenager: Überraschende Entschuldigung

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George Z. hat sich überraschend für die tödlichen Schüsse auf einen Teenager entschuldigt

Sanford - Nach den tödlichen Schüssen auf einen unbewaffneten schwarzen Jugendlichen hat sich der Beschuldigte überraschend bei den Eltern des Opfers entschuldigt. Deren Anwälte waren darüber jedoch verärgert.

„Es tut mir leid, dass Sie Ihren Sohn verloren haben“, sagte George Z. an die Eltern von Trayvon Martin gewandt bei einer Anhörung vor Gericht. Es war das erste Mal, dass er sich öffentlich zu dem Zwischenfall vom 26. Februar äußerte, der den 17-Jährigen das Leben kostete. Der Richter entschied, dass Z. gegen eine Kaution von 150.000 Dollar (114.000 Euro) freigelassen werden kann.

„Ich wusste nicht, wie alt er war“, sagte Z. „Ich wusste nicht, ob er bewaffnet war.“ Die Eltern von Trayvon gaben keine Erklärung ab. Ihre Anwälte wiesen die Entschuldigung jedoch zurück. „Das war das Unehrlichste und Unfairste, das ich je gesehen habe“, sagte die Anwältin Natalie Jackson. „Das war eine bedeutungslose Entschuldigung.“

Z. sagte während der Befragung, er habe schon der Polizei gesagt, dass es ihm leidtue. Er habe sich jedoch gegenüber den Eltern bisher nicht geäußert, weil seine Anwälte ihm davon abgeraten hätten. Seine Ehefrau und seine Eltern sagten aus, Z. werde im Fall einer Freilassung nicht fliehen und stelle auch keine Gefahr für die Allgemeinheit dar.

Aussage des Chefermittlers

Dem 28-Jährigen Z. wird Mord mit bedingtem Vorsatz vorgeworfen. Er hatte Trayvon in einer geschlossenen Wohnanlage in der Stadt Sanford am 26. Februar erschossen. Z. erklärte, in Notwehr gehandelt zu haben.

Der leitende Ermittler Dale Gilbreath sagte am Freitag aus, es gebe keine Beweise, die Z.s Angaben widerlegten, nach denen er auf dem Weg zum Auto war, als Trayvon ihm gegenübergetreten sei. Er erklärte allerdings auch, Z.s Aussage, Trayvon habe kurz vor den Schüssen seinen Kopf gegen den Bordstein geschlagen, entspreche nicht den gefundenen Spuren am Tatort.

Der Fall sorgte landesweit für große Empörung, auch weil Z. erst nach 44 Tagen von der Polizei festgenommen wurde.

dapd

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