Schweden: Bis zu einem Jahr Knast für Freier

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Schweden hat das Strafmaß verdoppelt: Freier müssen mit bis zu einem Jahr Knast rechnen.

Stockholm - Schweden greift hart gegen Prostiution durch. Statt bisher sechs Monate, droht den Freiern ab 1. Juli eine Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr für die käufliche Liebe.

Zwölf Jahre nach dem Verbot von Sex-Käufen verdoppelt Schweden das Strafmaß für Kunden von Prostituierten. Nach dem fast einstimmigen Beschluss im Reichstag können Freier in schweren Fällen ab 1. Juli für maximal ein Jahr statt bisher sechs Monate hinter Gitter kommen.

Wie im Parlament am Freitag bestätigt wurde, stimmten 282 Abgeordnete für und nur einer gegen den Vorschlag der Regierung. Sie hatte ihre Initiative damit begründet, dass die Bestrafung bei Ausnutzung “wehrloser“ Prostituierter bisher zu milde gewesen sei. Schweden hatte als erstes Land der Welt 1999 den Kauf sexueller Dienstleistungen verboten und damit die Kunden von Prostituierten kriminalisiert.

Zwischen Inkrafttreten des Verbotes 1999 und 2009 sind in dem skandinavischen Land 660 Männer wegen Verstößen verurteilt worden, 85 Prozent davon zu Bußgeldern.

Als Beispiele für schwerwiegende Fälle gelten unter anderem die sexuelle Ausnutzung von psychisch Behinderten oder sehr jungen Prostituierten sowie gekaufter Sex von Frauen oder Männern, die sichtlich unter Drogeneinfluss stehen.

dpa

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