Schweinegrippe: Jetzt wird der Impfstoff verbrannt

Magdeburg - Die ersten Chargen der überflüssigen Ampullen des Schweinegrippe-Impfstoffs sind am Dienstag in einem Magdeburger Verbrennungsbetrieb vernichtet worden. Es handelt sich um riesige Mengen.

Während der Grippesaison 2009/2010 waren in Deutschland 34 Millionen Dosen des Impfstoffs für 280 Millionen Euro angeschafft worden, und 16 Millionen davon sind nicht benötigt worden. Es ließen sich jedoch erheblich weniger Menschen gegen den Virus H1N1 immunisieren als angenommen.

Gefahr oder Hype? Das wurde aus Schweinegrippe, BSE und Co.

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Mittlerweile ist die Haltbarkeit des Impfstoffs abgelaufen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums von Sachsen-Anhalt sagte. Der Impfstoff, dessen ursprünglicher Wert bei 130 Millionen Euro lag und der in einer zentralen Einlagerungsstelle auf 196 Paletten lagerte, kam mit Lastwagen nach Magdeburg. Die Vernichtung in dem Müllheizkraftwerk, die am Mittwoch abgeschlossen sein soll, kostet 14.000 Euro.

Das Müllheizkraftwerk hatte eine bundesweite Ausschreibung für sich entschieden. Nach Aussagen von Geschäftsführer Rolf Oesterhoff besitzt es die entsprechenden Zulassungen für solche Aufgaben und setzte sich unter fünf Mitbewerbern durch. Insgesamt sollten 80 Tonnen des Impfstoffs einschließlich der Verpackungen verbrannt werden.

252 Tote in Deutschland im Zusammenhang mit H1N1

Im August 2010 hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO die weltweite Schweinegrippe-Pandemie offiziell für beendet erklärt. Weltweit starben während der Pandemie mindestens über 18.400 Menschen an dem Virus.

Dem Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) wurden zwischen Mai 2009 und April 2010 in Deutschland insgesamt 252 Todesfälle im Zusammenhang mit einer im Labor bestätigten Infektion übermittelt. Drei von vier Toten waren jünger als 60 Jahre. Bei saisonalen Influenzawellen ist laut dem RKI dagegen ein mindestens so großer Anteil älter als 60 Jahre alt.

AP

Rubriklistenbild: © AP

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