Schweizer Gletscher sind stark geschrumpft

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Der Aletschgletscher in der Nähe des Lötschentals. Foto: Rainer Jensen/Archiv

Freiburg (dpa) - Die Gletscher der Schweizer Alpen sind infolge des Klimawandels bereits stark geschrumpft. Die Eisdecken auf den Berghöhen nahmen nach Erkenntnissen von Forschern im Jahr 2010 insgesamt noch 940 Quadratkilometer ein.

Das ist fast ein Drittel weniger als 1973, wie aus Angaben des Gletscherinventars der Universität im schweizerischen Freiburg hervorgeht.

Demnach befinden sich heute die meisten und größten Gletscher der Schweiz in den Berner und Walliser Alpen. Zahlenmäßig seien die "Zwerge" - also Gletscher mit einer Fläche von weniger als einem halben Quadratkilometer - am häufigsten. Das mit Abstand meiste Eis ruht in wenigen "Riesen" wie dem Großen Aletschgletscher.

Auch das Eisvolumen sank beträchtlich. Die Gletscher verloren 22,5 Kubikkilometer Firn und Eis. Die resultierenden Schmelzwassermengen hätten seit 1973 gerechnet zweimal den Vierwaldstättersee auffüllen können. Besonders stark war der Schwund bei Gletschern im Tessin, Engadin und Südbünden.

Die Datengrundlage ermögliche es Forschenden, die Reaktion der Alpengletscher auf den Klimawandel besser zu verstehen und ihre zukünftige Entwicklung genauer zu prognostizieren, erklärten die Forscher im Fachjournal "The Cryosphere Discussions".

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