Schwertransport auf Pannentour

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Der Schwertransport eines 30 Meter langen Schornsteins hat auf seiner Fahrt viele Pannen verursacht

Lubmin/Greifswald - Pannen bis zum Schluss: Das Pech hat einen Schwertransport auf seinem Weg durch Mecklenburg-Vorpommern verfolgt.

Zuletzt war es Zentimeterarbeit: Nach einer Pannenserie hat ein Schwertransporter aus Nordrhein-Westfalen mit zweitägiger Verspätung den Hafen der Ostsee-Stadt Lubmin erreicht. Dort brauchte das 50 Meter lange Fahrzeug am Freitag nochmals mehrere Rangierversuche, um die enge Toreinfahrt eines Werksgeländes zu passieren. Dazu mussten Stahlplatten ausgelegt und die vorbeiführende Landstraße gesperrt werden.

Der rund 107 Tonnen schwere Transport mit einem 30 Meter langen Schornstein aus Stahl hatte seit Mittwochmorgen mehrfach den Verkehr zwischen der Autobahn 20 und Greifswald behindert. Nach einer fast zwölfstündigen Blockade der Autobahnabfahrt, wo für die Weiterfahrt extra Leitplanken abmontiert werden mussten, fuhr der 45-jährige Fahrer mit dem Riesen-Fahrzeug in Greifswald eine Straßenlaterne um.

Kurz zuvor war auf der Umgehungsstraße der Hansestadt ein Begleitfahrzeug auf den Transporter aufgefahren. Am Ziel hieß es dann zunächst, das Fabriktor sei zu eng für den Lastzug aus Bottrop. Der Transport war genehmigt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ob die Transportfirma mit Bußgeldforderungen rechnen muss, blieb offen.

Der 30 Meter lange Stahlschornstein ist für den Energiekonzern Wingas bestimmt, dessen Schwesterfirma Gascade auf dem Gelände der Übernahmestation für das russische Gas aus der Ostseepipeline eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage von seiner errichten lässt. „Wir führen die Verzögerungen auch auf die extremen Straßenverhältnisse zurück“, sagte Gascade-Sprecherin Nicola Regensberger. In Vorpommern liegen rund 30 Zentimeter Schnee. Schneeberge hätten die Straßen verengt.

dpa

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