Feldhofer entschuldigt sich bei Opfern

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Thomas Feldhofer vor Gericht

Frankfurt/Main - Der Schwerverbrecher Thomas Feldhofer hat sich nach dem umfassenden Geständnis seiner Taten nun auch bei seinen Opfern entschuldigt.

Der 47-Jährige muss sich vor dem Frankfurter Landgericht wegen 19 schweren Straftaten verantworten. Neben zahlreichen Raubüberfällen auf Banken und Geschäfte hatte er im Dezember vergangenen Jahres nach einem Überfall in Kronberg (Taunus) auch einen Linienbus gekapert und die Fahrgäste als Geiseln genommen.

Fünf seiner Opfer sagten am Freitag vor dem Landgericht als Zeugen aus. Dabei handelte es sich um eine Mitarbeiterin eines Elektrogeschäfts, von der Feldhofer vergeblich die Schlüssel ihres Autos verlangt hatte. Zudem wurde eine junge Frau vernommen, die in dem von Feldhofer gekaperten Linienbus saß. Außerdem kam ein 72 Jahre alter Rentner zu Wort, dem Feldhofer bei Niedernhausen das Auto abgenommen hatte, sowie die Bewohner eines Bauernhofes im nordrhein-westfälischen Meerbusch. Dort hatte sich Feldhofer in den Besitz eines weiteren Autos und knapp 500 Euro Bargeld gebracht.

„Ich möchte mich bei ihnen entschuldigen“, sagte Feldhofer nach jeder Aussage mit leiser Stimme. Die Zeugen nahmen weitgehend die Entschuldigungen an. Übereinstimmend berichteten sie, dass von dem Schwerverbrecher trotz seiner Waffe keine größere Bedrohung ausgegangen sei.

Feldhofer war im Februar 2012 festgenommen worden, der Prozess begann am 12. September. Für die ihm zur Last gelegte Überfallserie seit August 2011 drohen dem Angeklagten bis zu 15 Jahre Haft. Das Verfahren soll nun am 10. Oktober fortgesetzt werden.

dpa

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