Kreuzfahrtriese auf Jungfernfahrt

"Schwimmende Kleinstadt" auf der Ems

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Ein Archivfoto der Celebrity Reflection

Papenburg - Der neue Kreuzfahrtriese der Papenburger Meyer-Werft hat am Sonntag zu seiner Jungfernfahrt abgelegt. Bei strahlendem Sonnenschein verfolgten mehr als 5000 Zuschauer das Spektakel.

Das erklärte Werftsprecher Peter Hackmann. Die 319 Meter lange „Celebtrity Reflection“ wird von der Werft im Binnenland auf der Ems zur Nordsee überführt. Am frühen Montagmorgen sollte das Schiff Eemshaven erreichen. Für die Überführung auf dem schmalen Fluss muss die Ems künstlich aufgestaut werden. Einen Zwischenstopp sollte es am Emssperrwerk in Gandersum geben. Um der besseren Manövrierbarkeit willen wurde der Luxuslinier mit dem Heck voran über den Fluss gefahren.

Die „Celebrity Reflection“ ist eine schwimmende Kleinstadt, die mit 1523 Kabinen Platz für mehr als 3000 Passagiere bietet. Es ist das fünfte und vorerst letzte Schiff, das die Meyer-Werft für die Celebrity-Reederei gebaut hat.

Bei Umweltschützern stieß die Überführung des Kreuzfahrtschiffes erneut auf scharfe Kritik. Das Vorhaben sei besonders heikel, weil eigens dafür Umweltauflagen außer Kraft gesetzt worden seien, bemängelten BUND, Nabu und WWF. Sie befürchten, dass zu hohe Salzwerte die letzten Reste von Süßwasserlebewesen wie Kleinkrebsen oder Würmern in der Ems schädigen könnten. Die Bürgerinitiative „Rettet die Ems“ wollte an der Jann-Berghaus-Brücke in Leer gegen das Aufstauen des Flusses und die Überführung protestieren.

Ungeachtet der seit mehr als einem Jahrzehnt geführten Diskussion über den Bau der Schiffe auf der Werft etwa 20 Kilometer von der Nordsee entfernt und die damit verbundenen Probleme für die Umwelt sind die Auftragsbücher bei Meyer gut gefüllt. Bis April 2015 werden dort fünf weitere Kreuzfahrtschiffe gebaut. Im Frühjahr kommenden Jahres werden die „AIDAstella“ und die „Norwegian Breakaway“ fertiggestellt und ausgeliefert.

dpa

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