Insgesamt 120 Menschen auf Fischerboot

Sechs Flüchtlinge vor Sizilien ertrunken

Catania - Bei einem neuen Flüchtlingsdrama vor der italienischen Küste sind am Samstag sechs Menschen ums Leben gekommen. Vermutlich handelt es sich um Syrer.

Die Leichen der sechs Ertrunkenen wurden am Morgen an einem Touristenstrand nahe der Stadt Catania auf Sizilien entdeckt, wie die Behörden mitteilten. "Wir vermuten, dass es sich bei allen um Syrer handelt", sagte ein Sprecher der Hafenbehörde. Laut Medienberichten war ein kleines Fischerboot mit etwa 120 Flüchtlingen an Bord nur etwa 15 Meter vor dem Ufer aufgelaufen.

Bis auf die sechs Ertrunkenen hätten es vermutlich alle an Land geschafft, darunter auch mehrere kleine Kinder, sagte der Sprecher. Allerdings suchten Taucher das Meer um das Boot nach weiteren Opfern ab. Wo es in See gestochen war, blieb zunächst offen.

In der Nacht zum Mittwoch waren rund hundert Einwanderer aus Syrien vor der Küste von Calabrien gerettet worden. Sie hatten eine zweiwöchige Odyssee hinter sich und waren schließlich auf einem elf Meter langen Boot in Küstennähe ausgesetzt worden, bevor sie von der Küstenwache entdeckt wurden.

Jedes Jahr versuchen zehntausende Menschen aus Afrika über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Derzeit ist der Andrang aufgrund der ruhigen Wetterbedingungen besonders hoch.

afp

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.