Badegäste müssen Kameras abkleben

Knips-Verbot: Darum sind in diesem Schwimmbad Fotos tabu

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Aus und vorbei: Ab jetzt darf im Offenbacher Waldschwimmbad nicht mehr geknipst werden.

Offenbach - Ein Schwimmbad in Offenbach macht es vor: Fotografieren verboten. Es werden sogar Aufkleber verteilt, um Kameras abzukleben.

Am Montag, den 24. April 2017 trat im Offenbacher Waldschwimmbad ein Foto- und Filmverbot in Kraft. Seitdem gibt es an der Kasse kostenlose Aufkleber, um Kameras in Smartphones und Tablets abzukleben. Nicht nur das Schwimmbad in Offenbach greift zu solch drastischen Maßnahmen. Auch in Frankfurt könnten bald ähnliche Regeln gelten. Wobei - eigentlich ist das Fotografieren Fremder und vor allem von Kindern in den allermeisten Badeanstalten sowieso verboten. Lediglich die Umsetzung des Verbots ist neu.

Und warum das Ganze?

Die Persönlichkeitsrechte von Badegästen, insbesondere von Kindern sollen durch die neue Regel geschützt werden, erklärt Matthias Wörner, Vorsitzender des Badbetreibers Erster Offenbacher Schwimmclub (EOSC) der Frankfurter Rundschau. Es gehe dem Verein insbesondere darum zu verhindern, dass Bildmaterial zur Befriedigung des Sexualtriebs genutzt würde. Deshalb gilt auch im Saunabereich der städtischen Bäder Frankfurt ein absolutes Foto- und Filmverbot. Aber ist das nicht eigentlich selbstverständlich?

Keine Vorfälle bekannt

Offensichtlich nicht, sonst wären solch drastische Maßnahmen nicht nötig. Wörner verweist nur indirekt auf ein neugebautes Planschbecken für kleine Kinder, die es nach Ansicht des EOSC zu schützen gilt. Einen konkreten Anlass zum Erlass des Verbots habe es jedoch nicht gegeben. Auch seien keine diesbezüglichen Vorfälle aus der Vergangenheit bekannt, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen gegenüber der Frankfurter Rundschau. Ob die Badbetreiber mit ihrer Maßnahme dann vielleicht doch ein wenig übertreiben? Mag sein. Vielleicht hat es aber auch etwas für sich, das Handy wenigstens im Schwimmbad Mal für eine Weile in der Tasche zu lassen. 

lg

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