Limacus flavus

Irre Entdeckung: Wir erklären, was dieses Vieh mit Bier zu tun hat

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Ekliges Tier, süffiger Name: Bierschnegel.

Hamburg - Forscher haben in Hamburg eine seltene Nacktschneckenart wiederentdeckt. Bierschnegel heißen sie. Was die Viecher mit Bier zu tun haben, haben wir aufgeschrieben.

Nach 80 Jahren ist in Hamburg die Nacktschneckenart Bierschnegel wiederentdeckt worden - ausgerechnet auf der Reeperbahn. Der letzte Nachweis für Hamburg stammte aus der Zeit um 1935, seitdem galt die Schnecke in der Hansestadt als verschollen beziehungsweise ausgestorben, wie die Universität Hamburg am Dienstag mitteilte.

Im Sommer 2015 wurde der Bierschnegel erstmals wieder auf dem Hof eines Hostels auf der Reeperbahn gesichtet, ein weiterer Nachweis gelang 2016 nahe dem Zoologischen Museum. Neben Berlin ist Hamburg nun die einzige deutsche Großstadt, in der der Bierschnegel nachgewiesen wurde. Früher kam der Bierschnegel im Stadtzentrum Hamburgs häufig vor, besonders in feuchten Kellern.

Für Sucher: Hier finden Sie Bierschnegel

Der Bierschnegel mit dem lateinischen Namen Limacus flavus wird etwa zehn Zentimeter lang und ist durch sein charakteristisches Fleckenmuster, eine gelbgrünliche Färbung und durch blaugrau gefärbte Fühler gut von anderen heimischen Nacktschneckenarten zu unterscheiden. Er bevorzugt feuchte, dunkle Lebensräume wie Keller und Lagerräume, alte Bruchsteinmauern, Park- und Gartenanlagen sowie Gullys und Abwasserkanäle.

Der Name Bierschnegel geht auf das früher häufige Vorkommen in Brauereikellern zurück, wo sich die Nacktschnecke von Vorräten und Abfällen der Bierproduktion ernährte und als Vorratsschädling galt. Durch Gebäudesanierungen und die Zerstörung geeigneter Lebensräume wurde der Bierschnegel in den vergangenen Jahrzehnten vielerorts selten. Er steht auf der roten Liste bedrohter Arten.

Immer wieder machen Wissenschaftler skurrile Funde: Erst kürzlich entdeckten Forscher den ältesten Fisch Europas.

afp

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