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Trauer bei der Sendung mit der Maus – „Mutter der Maus“ ist tot

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Von: Sophia Lother

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Kaum jemand kennt sie nicht: die Maus. Nun ist ihre Schöpferin gestorben
Kaum jemand kennt sie nicht: die Maus. Nun ist ihre Schöpferin gestorben © Allstar/Imago

Die Sendung mit der Maus prägte viele Menschen in ganz Deutschland. Nun ist die Schöpferin der Figur mit 92 Jahren gestorben.

Frankfurt – Seit Jahrzehnten gehört es für viele Menschen zu einem beliebten Ritual, sonntags die Sendung mit der Maus einzuschalten. Sie hat die Figur erfunden, die so prägend für viele Generationen war. Nun ist die „Mutter der Maus“ tot: Die Grafikerin Isolde Schmitt-Menzel ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Das teilte der WDR unter Berufung auf die Familie mit.

Die in Eisenach geborene Künstlerin illustrierte laut WDR rund 35 Bücher, fertigte Skulpturen aus Bronze und Keramik. Sie lebte lange als freischaffende Künstlerin in Texas und Südfrankreich. Bekannt ist sie vor allem für die Schöpfung der orangefarbenen Zeichentrickmaus, die 1971 erstmals in „Die Sendung mit der Maus“ zu sehen war. Sie habe deren originellen und fantasievollen Charakter durch die ersten rund 100 von ihr kreierten Maus-Spots geprägt, würdigte der WDR.

Sendung mit der Maus: Schöpferin Isolde Schmitt-Menzel gestorben

Ohne sie und ihre große Kreativität hätte die Maus nicht das Licht der Welt erblickt, sagte WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn. „Dafür sind wir Frau Schmitt-Menzel sehr dankbar.“ Auf dem vom WDR betriebenen Twitter-Account „Die Maus“ hieß es: „Sie hat der Maus ihre wesentlichen Charakterzüge und ihre Farbe gegeben und wird in ihr fortleben. Wir sind sehr traurig.“
Mehr als 51 Jahre nach der Erstausstrahlung ist die Sendung längst eine Institution, die Maus wurde vom Bundespräsidenten geehrt, von Stefan Raab besungen und von Alexander Gerst ins All gebracht. Auch gab die Sendung mit der Maus Tipps, wie man Kindern den Ukraine-Krieg erklärt.

Die „Mutter der Maus“, die Grafikerin Isolde Schmitt-Menzel, zeigt 2012 ihre frühen Entwürfe. (Archivfoto)
Die „Mutter der Maus“, die Grafikerin Isolde Schmitt-Menzel, zeigt 2012 ihre frühen Entwürfe. (Archivfoto) © Jan Woitas/dpa

Schmitt-Menzel hatte die Figur aus ihrer Buchillustration „Die Maus im Laden“ entwickelt. An die Geburtsstunde der Figur erinnerte sie sich in einem WDR-Interview zum 40. Geburtstag der Maus so: „Das war genau nicht mein Metier, eine graue Maus. Ich war für fantastische und verrückte Sachen. Da hab ich gedacht: Die Mäuse kriegen auf jeden Fall alle eine andere Farbe als grau. Und die Hauptmaus war orange, mit braunen Ohren, Armen und Beinen.“ Gelb stehe ja für Intelligenz, Rot sei Energie. „Die zwei Sachen zusammen in meiner Maus war mein Bestreben, denn ich bin genauso“, sagte sie. Isolde Schmitt-Menzel starb am vergangenen Sonntag (4. September) im Kreis ihrer Familie in Frankfurt am Main, wie der WDR erklärte. (slo/dpa)

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