Nienburg: Seniorin zahlt aus Angst vor "Mauerwürmern" 8000 Euro

Nienburg. Mit einer neuen Masche haben Betrüger eine Seniorin in Nienburg um 8000 Euro geprellt. Die 76-Jährige habe drei Männern das Geld für eine angebliche Schädlingsbekämpfung übergeben, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Das Trio hatte am Montag bei der Frau geklingelt und erklärt, ihr Haus sei von "Mauerwürmern" befallen. Dann verspritzten sie eine unbekannte Substanz und forderten Geld.

Als die Rentnerin mit 8000 Euro von der Bank zurückkam, verlangte das Trio für weitere Arbeiten noch einmal 9000 Euro. Eine misstrauisch gewordene Bankmitarbeiterin zahlte diesmal jedoch nichts aus, sondern alarmierte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, waren die Männer verschwunden.

Die Masche mit dem angeblichen Mauerwurmbefall sei neu für Niedersachsen, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Hannover. Auch der "Mauerwurm" selbst dürfte eher unbekannt sein, hieß es bei der Polizei.

Der Begriff ist ein selten verwendetes Synonym für die Mauerassel (oniscus asellus). Diese Verwandte der Kellerassel, so heißt es im "Lexikon der Schädlinge", ist ein Allesfresser, der sich vor allem von abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt. "Gelegentlich richten sie Fraßschäden an pflanzlichen Vorräten wie Kartoffeln, Gemüse oder Obst an." Davon, dass Mauerwürmer Gebäude zerfressen, ist - anders als bei der von Loriot erfundenen Steinlaus - nichts bekannt. (lni)

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.