Deutschlands meistgesuchter Serienräuber

Schwerverbrecher Thomas F. verurteilt

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Frankfurt/Main - Er war über Monate hinweg Deutschlands meistgesuchter Verbrecher. Nun wurde der Bankräuber Thomas F. zu einer jahrelangen Gefängnisstrafe verurteilt.

Es ist das Ende einer langen Flucht: Der Schwerverbrecher Thomas Feldhofer, einst einer der meistgesuchten Kriminellen Deutschlands, ist wegen mehrerer Banküberfälle und der Entführung eines Linienbusses zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Frankfurter Landgericht sprach ihn am Mittwoch unter anderem des schweren Raubes und der schweren räuberischen Erpressung schuldig. „Herr Feldhofer, gegen Sie geht heute das Strafverfahren und vielleicht in gewissem Sinne auch Ihre Flucht zuende“, sagte der Vorsitzende Richter Jörn Immerschmitt.

Mit seinem bundesweiten Beutezug hatte Feldhofer monatelang für Schlagzeilen gesorgt. Bei einer spektakulären Flucht vor der Polizei in Hessen hatte der gebürtige Krefelder im Dezember 2011 sogar einen Linienbus in Kronberg im Taunus gekapert und die Insassen ausgeraubt. Zuvor hatte er ein Elektrogeschäft überfallen. Im Februar wurde er nach einer Verfolgungsjagd in Norddeutschland festgenommen.

Im Gefängnis ist Feldhofer bereits ein alter Bekannter: Von 2001 bis 2008 saß er schon wegen mehrerer Banküberfälle hinter Gittern. Er war auf Bewährung freigekommen, wurde aber bald wieder kriminell. Als „Zocker“ soll er immer wieder Geld gebraucht haben. Bei seinem Raubzug war Feldhofer ein Einzelgänger, nur unregelmäßig nahm er Kontakt zu seinen Bekannten auf. Die Tatorte wählte der gelernte Elektroinstallateur nach eigenen Angaben zufällig aus. Insgesamt erbeutete er etwa 15 000 bis 20 000 Euro.

Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie hatte auf 14 Jahre und 8 Monate Haft plädiert und eine Sicherungsverwahrung abgelehnt. Auch der Vorsitzende Richter Immerschmitt sah dafür keinen Anlass. „Die reduzierte Bereitschaft zur Gewaltanwendung schließt für uns eine Sicherungsverwahrung aus“, sagte er. Die Verteidigung hatte keinen konkreten Strafantrag gestellt. Feldhofer hat die Taten gestanden und sich in der Frankfurter Verhandlung bei seinen Opfern entschuldigt.

dpa

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