Debatte bewegt die Republik und Twitter

Sexismus im Alltag? Ja, den gibt's!

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Kassel. War der Fall Brüderle ein Einzelfall? Mitnichten. Sexismus und herablassendes Verhalten gegenüber Frauen gibt es nicht nur in den politischen Parteien. Sondern auch im Alltag.

Kurz nachdem der "Stern" ein Stück der Journalistin Laura Himmelreich brachte, in dem sie ungebührliches Verhalten von FDP-Spitzenmann Rainer Brüderle schilderte, äußern sich immer mehr Frauen zur neu entflammten Sexismus-Debatte.

"Es gibt durchaus unterschiedliche Ebenen, auf denen sich Sexismus abspielt", sagt die ehemliage HNA-Politikchefin und heutige Taz-Chefredakteurin Ines Pohl im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. Sie erzählt von Männerrunden im politischen Berlin.

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Dass die Debatte weit über Herrn Brüderle und die FDP hinausragt, meint auch die Stuttgarter Zeitung: "Darin läge doch eigentlich die Chance der ganzen Geschichte (...) sie als Anlass zu nehmen für eine Debatte - über den Irrtum, wonach wir Sexismus überwunden hätten. Darüber, wie man es Frauen ermöglichen kann, mit dem Weglächeln aufzuhören. Über eine moderne Gesellschaft, deren Repräsentanten nicht nur offiziell, sondern auch jenseits des Protokolls endlich Abschied nehmen vom immer noch testosterongetränkten männlichen Rollenbild, zu dem es am Ende gehört, abends an der Bar den jungen Frauen zu sagen, wo es langgeht."

Initiatorin ist @marthadear. Es war in der Nacht zum Freitag, 1:26 Uhr, als sie sich auf Twitter zu Wort meldete: "wir sollten diese erfahrungen unter einem hashtag sammeln. ich schlage #aufschrei vor." Sie will alles sammeln: Demütigungen unter der Gürtellinie, Diskriminierung durch Chef oder Vermieter, Pöbeleien im Schwimmbad. Auf Twitter ist schon einiges zu lesen. (tat)

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