Wenn es zu viel wird

Sich im Alter sozialen Zwängen entziehen

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Im Alter eröffnet sich die Möglichkeit, die eigenen Kontakte zu reduzieren und sich hauptsächlich mit den Menschen zu umgeben, die einem wichtig sind. Foto: Jan Woitas

Kaffeekränzchen und Stammtisch, Familienbesuche und Vereinstreffen: Manchen Menschen wird das im Alter einfach zu viel. Doch wieviel soziale Kontakte sind notwendig und von welchen kann man sich getrost lösen?

Bonn (dpa/tmn) - Wer kaum Kontakt zu anderen Menschen hat, der vereinsamt. Aber wenn man gar nicht so richtig Lust auf viele Treffen verspürt oder das Gefühl bekommt, es wird zu viel, ist das auch nicht gut - und man sollte dem Gefühl vertrauen.

"Zu viele Kontakte, zu denen man sich verpflichtet fühlt, klauen die Zeit für Kontakte, die glücklicher und zufriedener machen", erklärt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Gerade im Alter, wenn man durch das Berufsleben nicht mehr dazu verpflichtet ist, habe man die große Chance und die Freiheit, selbst zu bestimmen, wer einem guttut.

Sowinski empfiehlt Senioren deshalb, lieber wenige und enge Kontakte zu pflegen, als sich "sozial zu verheizen". Im Alter dürfe man sich sozialen Zwängen entziehen. Senioren sollten dafür hinterfragen: "Was tut mir gut? Wo gehe ich genervt raus?" Und dann wirklich nur Kontakt zu den Leuten halten, zu denen sie auch Kontakt haben möchten.

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