Stadt am Zuckerhut im Karnevalsfieber

In Rio sind die Narren los - die Bilder

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Heiße Rhythmen und vielnackte Haut: So kennt man den Karneval in Rio de Janeiro.

Rio de Janeiro - In Rio haben die Narren das Zepter übernommen. Bis Aschermittwoch und noch ein wenig länger hat der Karneval die Stadt am Zuckerhut im Griff.

Die Stadt am Zuckerhut ist in Narrenhand. Mit der symbolischen Übergabe des Stadt-Schlüssels von Rios Bürgermeister Eduardo Paes an „Rei Momo“, König Momo, wurde die vorübergehende karnevalistische Machtübergabe am Freitag besiegelt. Die „Untertanen“ begrüßten den Narrenkönig mit „Viva a Monarquia“ (Es lebe die Monarchie). Die Sambaschule Unidos da Tijuca fiebert erwartungsvoll ihrem Deutschland-Defilee in Rios legendärem Sambódromo entgegen. Vor der Fabrikationshalle der Sambaschule in Rios Stadtteil Gamboa bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die ihre Kostüme für den Auftritt in der Nacht zum Rosenmontag abholen wollten. „Wir zeigen Deutschland in allen Facetten. Wir sind bereit fürs Defilee, und wir wollen gewinnen“, sagte der Sprecher der Schule, Bruno Tenório. Zu den fantasievollen Kostümen gehören unter anderem Drachen, Elfen, VW-Käfer und Schwarzwälder Kirschtorten.

Karneval in Rio: Buntes Treiben mit heißen Rhythmen

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Unidos da Tijuca ist Rio-Champion von 2012 und will die begehrte Karnevalskrone im harten Wettstreit mit den elf anderen Top- Sambaschulen verteidigen. Der Auftritt beginnt um 02.10 Uhr in der Nacht zum Rosenmontag. Tijuaca zieht mit mehr als 4000 Tänzern, Samba-Queens und Trommlern über den etwa 700 Meter langen und berühmtesten Karnevalsboulevard der Welt. Am Aschermittwoch fällt die Entscheidung über den Gewinner. Die besten Schulen ziehen dann am Wochenende darauf nochmals durch das Sambódromo.

900 000 Touristen werden erwartet

Der Straßenkarneval in Rio de Janeiro läuft derweil schon seit Tagen auf Hochtouren. Bei zahlreichen „Blocos“ (Viertelzüge) feierten tausende Narren ausgelassen in verschiedenen Stadtteilen wie Copacabana, Ipanema, Leblon und im Zentrum der Sechs-Millionen-Stadt. Die Gesundheitsbehörden starteten wie in den Vorjahren eine Anti-Aids-Kampagne und verteilen landesweit kostenfrei rund 70 Millionen Kondome.

Zum „Carnaval 2013“ werden mehr als 900 000 Touristen aus dem In- und Ausland in der Stadt am Zuckerhut erwartet. Die Hotellerie rechnet mit einer Auslastung von 98 Prozent. Die Zimmerpreise sind gepfeffert: Viele Hotels und Pensionen verlangen während der Karnevalstage das Zweieinhalb- bis Dreifache der normalen Preise.

dpa

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