Prognosen sind nur für wenige Tage stabil

So entsteht eine Wettervorhersage

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Karte für die Wettervorhersage: Auf diesem Modell des Deutschen Wetterdienstes zeichnet sich das von Norden heranziehende Orkantief Xaver ab, das im Dezember 2013 über Deutschland wütete.

Meteorologen arbeiten mit aktuellen Messwerten von Stationen überall auf der Welt. Satelliten tun ein übriges. Alle Geräte liefern stets aktuelle Daten, die mit den Messungen anderer Stationen abgeglichen und ausgewertet werden.

Die gesamte Erde wird dabei in Gitter unterteilt, für jeden Gitterpunkt werden ständig Temperatur, Luftdruck, Regenmenge und die Windstärke überprüft. Daraus errechnen Computer, was in den nächsten Stunden passieren wird, so entstehen die Prognosen. Meteorologen sprechen dabei von Wettermodellen – einer komplizierten Berechnung der Atomsphäre und der weiteren Entwicklung. Von der Großwetterlage ausgehend werden Rückschlüsse auf einzelne Regionen gezogen.

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Eine 100-prozentige Übereinstimmung der Prognose mit dem tatsächlichen Wetter gibt es nach Angaben von Diplom-Meteorologe Dominik Jung nicht. Auf den Meeren gibt es nicht genügend Messungen, daher sind oft schon die Ausgangswerte nicht völlig korrekt. Die Berechnungen der Wetterdienste haben aber innerhalb der ersten 24 Stunden immerhin eine Trefferquote von 97 Prozent.

Je weiter die Prognose in die Zukunft geht, desto ungenauer wird sie. Bei 72 Stunden im voraus liegt die Trefferquote nur noch bei 85 Prozent und sinkt weiter. Ab dem zehnten Tag im voraus sprechen Meteorologen nur noch von Trends. Über Wochen oder gar Monate ist eine stabile Wettervorhersage nicht möglich. Mit klimatologischen Projektionen, so der Fachausdruck, kann allenfalls gesagt werden, ob ein Monat eher kälter oder wärmer, eher trocken oder feucht wird. 365-Tage-Vorhersagen, die manche Dienste anbieten, sind unseriös. (kle)

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