Von der Dusche in den Magen

So gefährlich ist Mikroplastik im Duschgel

Wie viel Plastik landet in unseren Flüssen und was sind die Folgen für Gesundheit und Umwelt? Wissenschaftler und Einwohner europäischer Städte arbeiten zusammen an einer Antwort.


Ob in Duschgel, Make-up, Peelings oder Kleidung. Mikroplastik ist mittlerweile in nahezu allen Bereichen unseres Lebens angekommen. In den meisten Produkten ist es nicht ersichtlich, dass darin der Schadstoff steckt. Nur wer genau hinschaut, kann Mikroplastik beim Einkauf vermeiden

Plastikinseln treiben in den Ozeanen

Mittlerweile sollte es kein Geheimnis mehr sein, dass Plastik das Gleichgewicht unserer Meere zerstört. In Form von riesigen Plastikinseln treibt unser Müll in den Ozeanen und verschmutzt unsere Strände. Aber nicht nur das sichtbare Plastik stellt eine Gefahr für unser Ökosystem dar. In Mikroplastik sehen die Forscher mittlerweile ein großes Problem auf Flora und Fauna zukommen. Das scheinbar unsichtbare Risiko Mikroplastik bewegt sich in Plastikstrudeln in den Meeren und gelangt so zwangsläufig in unsere Nahrungskette. Um dem wahren Ausmaß dieser Bedrohung auf den Grund zu gehen, haben sich italienische Forscher und Einwohner nun zusammengetan. 

Gemeinsam gegen die Verschmutzung

In Italien haben sich Einwohner und Wissenschaftler zum Kampf gegen die Verschmutzung der Ozeane durch Mikroplastik zusammengefunden. Mehrere Gemeinden in Italien nehmen an diesem Projekt teil. Die Einwohner sammeln an den Probeentnahmestellen Wasserproben und senden diese an ein EU-Forschungszentrum welches die Daten überprüft. Ziel ist es herauszufinden, wie groß der Anteil von Mikroplastik in den Ozeanen ist und welche Bedrohung dieser erst junge Schadstoff für Flora und Fauna und das ganze Ökosytem darstellt. Jährlich werden tausende Kilo Mikroplastik in die Meere gespült. Großbritannien hat mittlerweile zu drastischeren Maßnahmen für den Kampf gegen Mikroplastik angesetzt: Herstellerfirmen von Drogerieprodukten dürfen in Großbritannien zukünftig keine Mikropartikel mehr verarbeiten.  

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Rubriklistenbild: © dpa / Stefan Sauer

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