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„So dumm wie die Nacht finster“: Sophia Thomalla ätzt gegen Klimaaktivisten

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Von: Julia Hanigk

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Klimaaktivisten beschmissen ein wertvolles Monet-Gemälde mit Kartoffelbrei, auch um auf den Hunger der Welt aufmerksam zu machen. Sophia Thomalla ist außer sich vor Wut. Sie widmet der „Doppelmoral“ ein langes Statement.

Potsdam - Immer wieder werden Kunstwerke in der letzten Zeit Opfer von Aktionen von Umweltaktivisten. Am Sonntag (23.10.) bewarfen zwei Aktivisten der Gruppe „Letzte Generation“ das Gemälde „Les Meules“ des impressionistischen Malers Claude Monet im Museum Barberini in Potsdam mit Kartoffelbrei und klebten sich anschließend selbst daneben an die Wand. Das sorgte für einen Aufschrei in der Kunstwelt – auch Sophia Thomalla (33) äußerte sich entsetzt, wie tz.de berichtet.

Klimaaktivisten beschmissen wertvolles Monet-Gemälde mit Kartoffelbrei

„Da das Bild verglast ist, hat es der umgehenden konservatorischen Untersuchung zufolge keinerlei Schäden davongetragen“, erklärte das Museum zur Erleichterung aller. Das Gemälde stammt aus dem Jahr 1890 und wurde 2019 in New York für rund 100 Millionen Euro ersteigert – damit zählt es zu den teuersten Gemälden der Welt.

Fotocollage: Sophia Thomalla und Klimaaktivisten von „Last Generation“, die Kartoffelbrei auf ein Monet-Gemälde warfen.
Sophia Thomalla ist sauer über das Vorgehen von Umweltaktivisten. © Screenshot Instagram/sophiathomalla und AFP Photo/Handout/Last Generation

Essen auf Kunst werfen – Klimaaktivisten wollen mit Doppelmoral auf Hunger aufmerksam machen

Die Attacke auf das Monet-Gemälde in Potsdam ist eines von mehreren Angriffen auf Kunstwerke von Klimaaktivisten, die in letzter Zeit zu beobachten sind. In diesem Monat hatten bereits zwei Umweltaktivistinnen in London das Meisterwerk „Sonnenblumen“ des Malers Vincent Van Gogh mit Tomatensuppe überschüttet. In den vergangenen Wochen klebten sich wiederholt Aktivisten weltweit an den Rahmen oder am Acrylglas-Schutz berühmter Gemälde fest, etwa in Berlin, Dresden, Florenz und London.

Sophia Thomalla äußerte sich zu der Kartoffelbrei-Aktion auf Instagram nicht nur in ihrer Story, sondern widmete dem Ganzen sogar einen Feedpost mit ihren Gedanken. Die 33-Jährige schrieb: „Man kann für den Klimaschutz sein und trotzdem Respekt vor der Arbeit verstorbener Künstler haben. Sich über den Hunger der Welt zu beschweren, aber dann mit Kartoffelsuppe um sich schmeißen. Das ist so dumm wie die Nacht finster.“ Am Ende legte sie nach: „Trottel“.

Sophia Thomalla ist stocksauer über aktuelle Methoden, auf die Klimakrise aufmerksam zu machen

Thomalla stellte aber auch klar, wie schade sie diese Taktiken findet, weil sie den Einsatz für Klimaschutz und die Aufmerksamkeit dafür als sehr wichtig erachte. „Es gibt eine Klimakrise und sie schaden den eigentlichen Klimaaktivisten, die gute Absichten haben, mit ihrem Rotzgöhrenverhalten immens. Das ist keine Basis für ein Gespräch, sich auf die Straße zu schmeißen oder mit Essen um sich zu schmeißen. Das lernt man doch zu Hause. Das hat als Fünfjähriger schon nicht funktioniert“, so Sophia Thomallas klare Meinung.

Erst im letzten Monat nutzte Sophia Thomalla ihre große Reichweite auch, um auf ein anderes wichtiges Thema aufmerksam zu machen. Sophia Thomalla ist nämlich unheilbar krank, leidet an Venöser Malformation. Dadurch, dass sie das öffentlich machte, wollte sie einem Mädchen mit der gleichen Krankheit helfen. Verwendete Quellen: AFP, instagram.com/sophiathomalla

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