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Schluss mit „typisch“ Mädchen: Spanien setzt auf neutrales Spielzeug

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Von: Kim Hornickel

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Bei Spielzeugen wird es in Spanien in Zukunft keinen Unterschied mehr zwischen „typischem Mädchenspielzeug“ und „typischem Jungenspielzeug“ geben.
Bei Spielzeugen wird es in Spanien in Zukunft keinen Unterschied mehr zwischen „typischem Mädchenspielzeug“ und „typischem Jungenspielzeug“ geben. © Jens Kalaene/dpa

Eine Mini-Küche für Mädchen und Spielzeug-Bohrer für Jungs – mit solchen „geschlechtstypischen Spielsachen“ ist ab sofort Schluss in Spanien. Die neuen Regeln im Überblick.

Madrid – Spielzeug für Jungen und Mädchen soll in Spanien ab sofort nicht mehr farblich getrennt werden. Außerdem teilte die spanische Regierung mit, stereotype Werbung für Produkte bei denen es um Schönheit und Pflege geht, dürften sich nicht mehr nur an Mädchen richten. Ab sofort gilt deshalb: kein Rosa mehr für „liebe“ Mädchen und kein Blau für „wilde“ Jungen.

Beim Spielzeugkauf kann einiges falsch laufen. Um den Kauf fairer und das Spielzeug geschlechtsneutral zu machen, legten der Dachverband der spanischen Spielzeughersteller und die Regierung in Madrid, Regeln für einen neuen Spielzeugkodex fest. Die Vereinbarung erließ erstmals das ausdrückliche Verbot, Mädchen in der Werbung „diskriminierend oder herabwürdigend“ darzustellen, wie das Ministerium für Verbraucherschutz mitteilte.

Sexistisches Spielzeug verboten: Spanien macht Ernst und beendet diskriminierende Werbung

Die Spielzeugwerbung werde damit „egalitärer, ehrlicher und förderlicher“, so Verbraucherschutzminister Alberto Garzón. Zwar sei sexistische Werbung schon seit 2004 verboten – aber nicht alle hielten sich daran.

Der neue Kodex legte nun fest, dass Spielzeug-Werbung nicht exklusiv an Mädchen gerichtet werden darf und umgedreht: Spielzeug, das für körperliche Aktivität oder Technik steht, darf sich nicht mehr speziell an Jungen richten. Auch die Zuordnung der Farbe Pink für Mädchen und Blau für Jungen ist verboten. Außerdem muss die Werbung für Kinder gut verständlich sein und darf sich nicht über Handy oder Tablet an sie richten. (kh/dpa)

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