Pandemie

Urlaub im Corona-Hochinzidenzgebiet Spanien – Was Touristen nun wissen müssen

Spanien gilt ab sofort wieder als Corona-Hochinzidenzgebiet. Beim Urlaub müssen daher einige Regeln beachtet werden. Das ändert sich für Reisende.

Madrid – Während sich in Deutschland die Corona-Fallzahlen weiterhin auf einem niedrigen Niveau bewegen, spitzt sich die Corona-Lage in Spanien zu. Nachdem die Infektionszahlen lange Zeit stabil geblieben waren, steigt die Zahl der Neuinfektionen steigt laut Auswärtigem Amt in ganz Spanien wieder an und beträgt auch auf den Balearen und Kanaren mehr als 400 Fälle pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 383,5 (Stand: 28.07.2021 Quelle: Johns Hopkins University). Deutschland hat daher reagiert: Ab Dienstag (27.07.2021) gilt Spanien als Hochinzidenzgebiet. Das teilte das Robert-Koch-Institut am Freitag (23.07.2021) mit. Für Reisende gelten bei der Rückkehr nach Deutschland nun strengere Regeln.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantänezeit kann durch einen negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden. Das Auswärtige Amt warnt vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ nach Spanien. Auch die Balearen und Kanaren würden hohe Neuinfektionen aufweisen. Trotz der steigenden Corona-Fallzahlen sind am Wochenende in Kassel-Calden die ersten Flüge nach Mallorca gestartet.

Spanien wurde als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Reisende müssen nach dem Urlaub daher in Quarantäne.

Urlaub in Spanien trotz Corona: Was Reisende beachten müssen

Eine Einreise sei laut Auswärtigem Amt dennoch möglich. Allerdings müssen Reisende ab zwölf Jahren aus einem Risikogebiet dafür entweder einen negativen Corona-Test (nicht älter als 48 Stunden), den Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung vorlegen.

Da Deutschland derzeit nicht als Risikogebiet zählt, müssen Urlauber, die direkt mit dem Flugzeug nach Spanien reisen, keinen negativen Covid-19-Test und auch keinen Impfschutz mehr nachweisen. In jedem Fall wird aber ein entsprechendes Einreiseformular zur Gesundheitskontrolle verlangt.

Menschen liegen am Strand von Arenal. Ab Dienstag (27.07.2021) gilt Spanien angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen als Hochinzidenzgebiet.

Urlaub in Spanien: Reisende auf dem Landweg benötigen negativen Corona-Test

Reisende, die auf dem Landweg über Frankreich nach Spanien kommen, müssen weiterhin ein negatives Testergebnis, den Nachweis einer Impfung oder Genesung vorlegen. Es ist ausreichend, wenn die Zertifikate auf Deutsch verfasst sind.

Wer aus einem Risikogebiet oder einem Hochinzidenzgebiet zurück nach Deutschland reist, muss vor dem Grenzübertritt ein Einreisedokument ausfüllen. Zudem gilt für Reiserückkehrer eine Testpflicht – ausgenommen sind vollständig Geimpfte, Genesene und Kinder unter sechs Jahren. Zugleich müssen Urlauber aus einem Hochinzidenzgebiet – und damit auch aus Spanien – nach der Einreise umgehend in Quarantäne und sich für 10 Tage isolieren. Die Quarantäne kann frühestens nach 5 Tagen beendet werden. Geimpfte und Genesene sind davon befreit. Kinder unter 6 Jahren sind von der Testpflicht befreit, allerdings nicht jedoch von der Quarantäne-Pflicht. Kinder können ebenfalls freigetestet werden.

Arten von Risikogebieten
RisikogebietGebiete mit einer Inzidenz über 50
HochinzidenzgebietGebiete mit einer hohen 7-Tage-Inzidenz (mindestens 200)
VirusvariantengebietGebiete, in denen besonders ansteckende Mutationen des Coronavirus verbreitet sind

Urlaub in Spanien: Katalonien ist Corona-Hotspot – Regierung zieht Konsequenzen

Die steigenden Corona-Fallzahlen in Katalonien* ziehen nun allerdings Konsequenzen nach sich. Zur Eindämmung der Pandemie wurde eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 1 und 6 Uhr verhängt. Auch die beliebte Urlaubsstadt Barcelona ist davon betroffen. Zudem müssen die Innenräume von Vergnügungslokalen geschlossen bleiben.

Insgesamt wurden aber zahlreiche Corona-Maßnahmen in Spanien gelockert. Die Maskenpflicht im Freien wurde aufgehoben. Masken müssen demnach nur noch getragen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. In Regionen auf dem Festland mit einer Inzidenz unter 50 dürfen sogar Clubs öffnen. Ab 3 Uhr gibt es eine Sperrstunde.

Einstufung von Spanien als Corona-Hochinzidenzgebiet: Reisende müssen Regeln für Balearen beachten

Auf den Balearen mit Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera müssen Reisende noch einiges beachten. Zwar sind die Beschränkungen für private Treffen aufgehoben, die Regionalregierung empfiehlt aber dringend, sich in der Öffentlichkeit nicht mit mehr als 15 Personen im Freien und nicht mehr als zehn Personen in Innenbereichen zu treffen. In der Gastronomie dürfen Gäste von 6 Uhr morgens bis 2 Uhr nachts bewirtet werden. Im Innenbereich dürfen bis zu sechs Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich bis zu zwölf. (kas) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jordi Boixareu/dpa

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