Irre Verfolgungsjagd

Von 24 Streifenwagen verfolgt - und dennoch entkommen

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Ein Polizeibeamter sichert einen Kanister bei Roermond in den Niederlanden. Foto: Daniel Bothe

Düsseldorf - 24 Streifenwagen und ein Hubschrauber jagen einen verdächtigen Wagen. Zwei Stunden bleibt die Polizei dran - dann kommen die Streifenwagen dem Raser nicht mehr hinterher.

Trotz filmreifer Verfolgungsjagd mit mindestens 24 Streifenwagen und einem Hubschrauber ist der Polizei im Rheinland ein verdächtiger Wagen entwischt. Die Verfolgten hatten offenbar die Ruhe weg: Zwischendurch tankten sie nach.

Zwei Stunden lang sei in der Nacht über sieben Autobahnen hinweg versucht worden, den Wagen zu stoppen, teilte die Polizei Düsseldorf mit. In den Niederlanden habe sich die Spur des schwarz lackierten Wagens schließlich verloren. Er sei zu schnell gewesen, hieß es.

Verletzt wurde bei der wilden Hatz glücklicherweise niemand. Nach bisherigen Erkenntnissen sei das Auto "immer in die richtige Richtung gefahren" und habe die Auf- und Abfahrten ordnungsgemäß benutzt, hieß es von der Polizei Düsseldorf. Sie bestätigte einen Bericht der "Bild", nach dem der Wagen während der Verfolgung anhielt und mit einem mitgeführten Benzinkanister betankt wurde.

Wer am Steuer saß, sei unklar, hieß es weiter. Es könne ein Mann oder eine Frau gewesen sein. Eine Überprüfung ergab, dass die Kennzeichen des Autos im August als gestohlen gemeldet worden waren. Auf jeden Fall hätten in dem Wagen auch einige Männer gesessen, berichtete die Polizei.

Ihren Anfang hatte die Verfolgung demnach im Düsseldorfer Norden genommen. Der Wagen war einer Streife verdächtig vorgekommen und sollte kontrolliert werden. Da gab der Fahrer Gas und flüchtete. Mit "sehr hoher Geschwindigkeit" ging es über die Autobahnen 57, 46, 43, 44, 40, 61 und 52. Bei Elmpt überquerte der Wagen schließlich die Grenze zu den Niederlanden. Dort hätten zwar ebenfalls Polizeiwagen den Wagen verfolgt, sagte ein Sprecher der Polizei Roermond. Wegen der hohen Geschwindigkeit habe man das Auto aber schließlich aus den Augen verloren.

dpa

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