Sie war berühmt für ihre Gebärdensprache

„Sprechender“ Gorilla Koko mit 46 Jahren gestorben 

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Gorilla-Dame Koko ist tot

Sie traf Stars wie Robin Williams und wurde mit ihren Zeichensprachen-Kenntnissen berühmt. Nun ist Gorilla-Dame Koko im Alter von 46 Jahren friedlich eingeschlafen.

Los Angeles - In einem Zoo in Kalifornien ist Gorilla-Dame Koko mit 46 Jahren verstorben, teilte die Gorilla-Stiftung am Donnerstag mit. „Koko hat die Leben von Millionen Menschen berührt – als Botschafterin für Gorillas und als Ikone der Kommunikation zwischen Tieren und Menschen.“ Was Koko über die emotionalen und kognitiven Fähigkeiten von Gorillas gelehrt habe, werde „die Welt prägen“, hieß es weiter in dem Post.

Koko, die Gorilla-Dame, die Zeichensprache konnte

1971 wurde der westliche Flachlandgorilla unter dem japanischen Namen Hanabi-ko (deutsch: Feuerwerkskind) im Zoo von San Francisco geboren. Ihre Trainerin, Tierpsychologin Francine "Penny" Patterson, brachte Koko ab ihrem zweiten Lebensjahr 1000 Wörter in US-Zeichensprache bei, woraufhin sie in zahlreichen Dokumentarfilmen zu sehen war.

#tbt Did you know that one of the first #signs I learned was “EAT”?

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Koko konnte sogar lügen

1978 zeigte das MagazinNational Geographic ein Foto als Titelbild, auf dem Koko sich selbst im Spiegel fotografierte. Mit Hilfe der Gebärden habe sie Wünsche geäußert, ihre Gefühle ausgedrückt und sogar gelogen. All das spräche für ein hohes Maß an Intelligenz und Empathie. Koko soll einen Intelligenz-Quotienten zwischen 75 und 95 gehabt haben. Der durchschnittliche IQ eines Menschen liegt bei 100. Sie verstand auch gesprochenes Englisch. Das Magazin Spektrum verweist jedoch auf fehlende objektive Studien zu Kokos Fähigkeiten, aufgrund der engen Bindung zu ihrer Pflegerin. 

Koko hatte eine Leidenschaft für Brustwarzen

Im Jahr 2005 war Koko Gegenstand eines Rechtsstreits, wie der Spiegel berichtete: Zwei ehemalige Mitarbeiterinnen der Gorilla-Stiftung verklagten ihren Ex-Arbeitgeber, weil dieser sie angeblich zwingen wollte, für den Affen ihre Brüste zu entblößen, um eine noch engere Bindung zu erreichen. Nach ihrer Darstellung hatte Koko eine Leidenschaft für Brustwarzen. Die Stiftung wies die Vorwürfe zurück. Die Parteien erzielten eine Einigung, über die jedoch Stillschweigen bewahrt wurde.

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rm

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