Südafrika

Fall Oscar Pistorius: Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

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Oscar Pistorius wurde im Oktober wegen der tödlichen Schüsse auf seine Freundin Reeva Steenkamp zu fünf Jahren Haft verurteilt. Am Freitag wird er nach 10 Monaten Haft in den Hausarrest entlassen.

Johannesburg - Nach nur zehn Monaten Haft wird der wegen Mordes verurteilte Oscar Pistorius in den Hausarrest entlassen. Doch die Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt.

Im Fall des beinamputierten früheren Sprinters Oscar Pistorius hat die südafrikanische Staatsanwaltschaft am Montag offiziell Berufung eingelegt. Sie will in zweiter Instanz eine Verurteilung des 28-Jährigen wegen Mordes erreichen. Pistorius, der im Oktober wegen der tödlichen Schüsse auf seine Freundin Reeva Steenkamp zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, wird am Freitag nach 10 Monaten Haft in den Hausarrest entlassen.

Dem Sportler könnte längere Haft drohen

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Luvuyo Mfaku, betonte das Einreichen der Berufungsunterlagen sei im Wesentlichen verfahrensrechtlicher Natur und hätte nichts mit Pistorius' bevorstehender Freilassung zu tun. Experten gehen davon aus, dass Pistorius im Berufungsverfahren eine längere Haftstrafe drohen könnte. Sollte dies der Fall sein, müsste er wieder ins Gefängnis. Die Umwandlung einer Haftstrafe in Hausarrest ist in Südafrika erst nach Ableistung von einem Sechstel der Strafe möglich.

Hausarrest mit Fußfessel

Im Hausarrest wird Pistorius keine Fußfessel tragen müssen, bestätigte ein Sprecher der Gefängnisbehörden. Diese werden normalerweise am Knöchel getragen. Pistorius wurden als Kind wegen eines Gendefekts beide Beine unterhalb der Knie amputiert. Als Sprinter wurde er weltweit bekannt, als er mit seinen High-Tech-Prothesen aus Carbon bei den Paralympics Rekorde brach.

dpa

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