Die fleißigen Insekten sind wichtig für den Obstanbau – Imkervereine bieten Kurse an

Starke Bienenvölker helfen gegen Milben

Seit 60 Jahren Imker: Alfred Heckemann aus Melsungen. Foto: yma

Die hessischen Bienen scheinen sich in diesem Jahr recht wohl zu fühlen: „Das trockene Frühjahr war gut für die Imkerei“, sagte Alfred Heckemann. Er ist Vorsitzender des Kreisimkervereins Melsungen.

2011 gab es viel und qualitativ guten Honig. Das bedeute, dass es den Bienen gut geht. Nach Schreckensjahren mit Bienensterben, hauptsächlich verursacht durch den Befall mit Varroamilben, haben die Bienen einen niedrigen Krankenstand in diesem Jahr. „Wer nichts tut, verliert“, erläuterte der passionierte Imker das Varroamilbenproblem. Die Milben befallen sowohl die Brut als auch die Bienen und stellen die Hauptursache für Überwinterungsverluste dar. Daher wird empfohlen, nach der Honigernte im Herbst und Ende November die Völker mit dem Dampf organischer Säuren wie Ameisen- und Oxalsäure zu behandeln.

Eine konsequente Varroa-Behandlung und starke Bienenvölker mit jungen Königinnen sei die wichtigste Empfehlung, um Winterverlusten vorzubeugen, sagt Heckemann. Er schätzt an seinem Hobby das Arbeiten in freier Natur und die Ruhe, außerdem sei die Beschäftigung auch wissenschaftlich interessant. Damit die Bienen Honig produzieren, brauchen sie geeignete Bruträume, eine leistungsfähige Königin und die richtigen Umweltbedingungen. Um die richtige Betreuung der Bienen und die Honigproduktion zu lernen, bieten die Imkerverbände Kurse an.

Mit der Kirschblüte beginnt die Imkersaison, im Mai kann der erste Honig geerntet werden. Nach durchschnittlich drei Ernten werden die Bienen im Spätsommer auf den Winter vorbereitet und mit Zuckerlösung gefüttert. Im Winter verkleinert sich das Bienenvolk und setzt sich kugelförmig in den Stock, um wenig Temperatur zu verlieren.

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