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Komet löst Sternschnuppenschauer aus: Im Mai regnen Feuerbälle vom Nachthimmel

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Von: Franziska Vystrcil

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Im Mai hat man nicht nur einmal die Chance, einen Blick auf Sternschnuppen zu erhaschen. Denn in diesem Monat sind die Eta-Lyriden und die Arietiden unterwegs.

Stuttgart - Ein leuchtender Sternenhimmel ist an sich schon schön anzusehen. Ein besonderes Erlebnis sind jedoch Sternschnuppennächte. Während die Lyriden den Nachthimmel im April erleuchten, sorgen im Mai mehrere Phänomene für einen wahren Sternschnuppenregen.

Im Wonnemonat geht es dabei Schlag auf Schlag: Nach den Eta-Aquariiden sind im Mai die Eta-Lyriden und die Arietiden unterwegs. Doch nicht jeder hat Glück, einen Blick auf die fallenden Sterne werfen zu können.

Der Quadrantiden-Meteorstrom läutete Ende Dezember 2021 und Anfang Januar 2022 die Sternschnuppen-Saison ein. Diese sind jedoch meist nur auf der Nordhalbkugel gut zu sehen. Mehr Glück bot sich im April, als die Lyriden vom 16. bis 25. April vom Nachthimmel regneten. Auch in Deutschland konnte man bei gutem Wetter einen Blick auf sie erhaschen. Wer das Ereignis verpasst hat, kann sich auf den Mai freuen. Denn nicht nur einmal erleuchten die verglühenden Gesteinsbrocken den Himmel.

Eta-Aquariiden im Mai: Der Halleysche Komet sorgt für Sternschnuppenschauer

Im Mai ist der Meteorstrom der Eta-Aquariiden aktiv. Mit einer Geschwindigkeit von 55 Kilometern pro Sekunde dringen sie in die Erdatmosphäre ein, wo sie alsbald verglühen. Benannt sind die Eta-Aquariiden nach dem Sternbild des Wassermanns, aus dessen Richtung sie auf die Erde fallen. Ihren Ursprung haben die Gesteinskörper im Halleyschen Kometen. Er ist sehr lichtstark und kehrt im Mittel alle 75,3 Jahre wieder und ist dann für uns sichtbar. Zuletzt kam er 1986 in Erdnähe, als Nächstes soll er 2061 unserem Planeten nahekommen. Im Dezember 2021 war ein anderer mysteriöser Komet von der Erde aus sichtbar.

Im Juli und August 2021 kann man Sternschnuppennächte erleben: Die Sternschnuppen der Perseiden flitzen über den Himmel. (Archivbild)
Im Mai kann man mehr als eine Sternschnuppennacht erleben (Archivbild). © Stan Sholik/Imago

Vom Halleyschen Kometen lösen sich immer wieder Teile. Die nur wenige Milligramm schweren Körnchen haben sich im Laufe der Zeit über die gesamte Kometenbahn verteilt. Kreuzt die Erde diese Bahn, wie es im Mai der Fall ist, verglühen tausende dieser Körnchen pro Tag bei Eintritt in die Erdatmosphäre - und werden so zu Sternschnuppen.

In Mitteleuropa sieht man die Eta-Aquariiden am besten kurz vor Sonnenaufgang. Ihren Höhepunkt haben sie am 5. und 6. Mai, jedoch kann man sie noch bis zum 28. Mai beobachten. Im Schnitt fallen dann zehn bis 15 Sternschnuppen, an ihrem Höhepunkt Anfang Mai sind sogar bis zu 60 Feuerbälle sichtbar.

Sternschnuppen im Mai: Arietiden und Eta-Lyriden lassen Sterne regnen

Ebenfalls ein Highlight im Mai: Die Arietiden. Diese sind jedoch in Mitteleuropa nicht zu sehen, da sie tagsüber in die Erdatmosphäre eintreten. Doch auch aus anderen Teilen der Erde bekommt man sie nicht mit bloßem Auge zu Gesicht. Hierfür sind technische Hilfsmittel notwendig. Vom 14. Mai bis zum 24. Juni ist der Meteorstrom aktiv und erreicht seinen Höhepunkt am 7. Juni. In der Nacht vom 15. auf den 16. Mai gibt es zudem eine totale Mondfinsternis.

Mehr Glück haben Sterngucker allerdings bei den sogenannten Eta-Lyriden. Zwischen dem 3. und 1. regnen die Bruchstücke des Kometen „C/1983 H1“ (IRAS-Araki-Alcock) vom Himmel und sind auch in Mitteleuropa zu sehen. Doch man muss ganz besonders aufmerksam sein. Denn bei den Eta-Lyriden handelt es sich um einen sehr kleinen und schwachen Meteorstrom, lediglich drei bis fünf Sternschnuppen zeigen sich während des Maximums am 8. Mai.

Auch im Sommer kann man sich über Sternschnuppen freuen. Im August gibt es alljährlich einen Sternschnuppenregen.

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