Stilles Gedenken an die Toten des Busunglücks

Brüssel - Mit einer Schweigeminute haben am Freitag vermutlich Millionen von Menschen in Belgien und den Niederlanden der 28 Toten des Busunglücks in der Schweiz gedacht.

In vielen Orten kam um 11.00 Uhr das öffentliche Leben für eine Minute zum Erliegen. Zum ersten Mal seit dem Tod von König Baudouin 1993 hat die Regierung in Belgien einen nationalen Trauertag ausgerufen. Dort läuteten um 11.00 Uhr Kirchenglocken, die Fahnen waren auf Halbmast gesetzt. Baukräne standen still, Taxifahrer stiegen mitten auf der Straße aus ihren Fahrzeugen. Die meisten Busse und Trambahnen in der belgischen Hauptstadt Brüssel und in anderen Orten stoppten ihre Fahrt. Rundfunk- und Fernsehsender blieben für eine Minute still. Auf den Straßen blieben viele Menschen stehen und verharrten in stillem Gedenken.

Schweigeminute für die Toten des Busunglücks

Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks © dapd
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Der Präsident des Europäischen Rates und Ex-Premierminister von Belgien, Herman van Rumpoy, bei der Schweigeminute im Europäischen Rat  © dapd
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Schweigeminute für die Toten des Busunglücks © dapd
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks © dapd
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
In der Schweiz hingen die Fahnen auf halbmast © dapd
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Eine von zwei Militärflugzeugen vom Typ Hercules C-130, die die Särge nach Belgien brachten  © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Bevor die Särge verladen wurden, gedachten die Polizisten am Schweizer Flughafen der Toten © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Polizisten trugen die Särge in die Flugzeuge am Flughafen Sion (Schweiz) © dpa
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Polizisten trugen die Särge in die Flugzeuge am Flughafen Sion (Schweiz) © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Polizisten trugen die Särge in die Flugzeuge am Flughafen Sion (Schweiz) © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Polizisten trugen die Särge in die Flugzeuge am Flughafen Sion (Schweiz) © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Polizisten trugen die Särge in die Flugzeuge am Flughafen Sion (Schweiz) © dpa
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
Das Entladen der Särge am belgischen Militär-Flughafen Melsbroek © dapd
Schweigeminute für die Toten des Busunglücks
In einem Leichenwagen-Convoy fuhren die 28 Särge weiter © dapd

Auch in Parlament, Kommission und Ministerrat der EU in Brüssel beteiligte man sich an der Schweigeminute. Dutzende Büroangestellte traten Seite an Seite mit Köchen und Sicherheitspersonal vor die Türen der Verwaltungsgebäude und hielten auf den Bürgersteigen inne. Anschließend heulten die Sirenen in den Gemeinden, die Martinshörner der Rettungswagen ertönten. Auch die Flaggen der EU-Kommission waren auf halbmast gesenkt.

Bei dem Unglück am Dienstagabend in einem Tunnel unweit von Sierre waren 22 Kinder und sechs Erwachsene getötet worden. Nach Angaben des Außenministeriums in Den Haag waren sechs Kinder Niederländer. Außerdem wurden 24 Kinder verletzt. Vier von ihnen sind nach wie vor nicht transportfähig. Sechs weniger schwer verletzte Kinder waren in der Nacht zum Freitag bereits mit ihren Angehörigen nach Brüssel geflogen worden.

In der Schweiz sollten genauere Untersuchungen des Unfallwracks beginnen. Belgische Medienberichte, wonach der Fahrer des Busses durch das Wechseln einer DVD abgelenkt worden sei, wurden von der belgischen Busvereinigung FBAA und der Firma Toptours, der Besitzerin des Unglücksbusses, zurückgewiesen. Die Polizei sprach von einer „reinen Spekulation“.

Die Schweizer Behörden gingen weiter von den drei Szenarien aus: einer technischen Panne, menschlichem Versagen oder einem akuten Gesundheitsproblem des Fahrers. Das Schweizer Bundesamt für Strassen (ASTRA) beauftragte Experten, die Baunormen für Tunnel unter die Lupe zu nehmen. Konkret werde die Norm mit rechtwinkligen Mauern bei Notfall-Ausbuchtungen in Tunneln untersucht, sagte ASTRA-Sprecher Michael Müller der Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Der Bus war gegen eine solche Mauer gerast.

Verladung von 28 Särgen der Bus-Opfer hat begonnen

Auf dem Flughafen des schweizerischen Ortes Sitten (Sion) hat am Freitag die Verladung von 28 Särgen mit Opfern des schweren Busunglücks begonnen. Dies berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf einen Augenzeugen. Die Leichname sollten von drei belgischen Transportflugzeugen des Typs C-130 im Laufe des Freitag nach Brüssel gebracht werden, sagte ein Sprecher des belgischen Gesundheitsministeriums. Bevor die ersten Särge in den Laderaum einer Maschine getragen wurden, gab es eine kurze Gedenkzeremonie.

Trauer um Opfer des Busunglücks bei Messe in Leuven

Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dapd
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dapd
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dapd
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dapd
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dapd
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa
Bei einem Gottesdienst trauerten die Menschen am Mittwoch in der Kathedrale von Leuven in Belgien um die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem 28 Menschen, darunter 22 Kinder, starben. © dpa

Die Kritik an der Berichterstattung der Medien hielt unterdessen an. Die belgische Regierung kritisierte die Veröffentlichung von Fotos der bei dem Bus-Unfall getöteten Kinder. Dass mehrere belgische Medien Bilder der Schüler gezeigt hätten, gehe zu weit, sagte die für Medien zuständige flämische Ministerin Ingrid Lieten nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga dem Radiosender VRT am Freitag: „Es gibt aber Grenzen, die man nicht überschreiten sollte.“ Es gebe aber einen Unterschied, ob Bilder etwa in Sozialen Netzwerken zu sehen seien oder im großen Stil veröffentlicht würden, sagte sie.

Schon am Donnerstagabend hatte Regierungschef Elio di Rupo vor allem ausländische Reporter „nachdrücklich“ aufgefordert, die Privatsphäre der Oper und ihrer Familien zu respektieren.

dpa/dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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