Stinkefinger auf Weinflaschen: Hessischer Winzer geht gegen Intoleranz vor

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Winzer Fred Strieth vom Weingut Thilo Strieth präsentiert am 05.08.2015 in Rüdesheim-Aulhausen (Hessen) Flaschen seines Blanc de Noirs 2014, deren Etikett einen Stinkefinger und die Worte "Fuck off Intolerance" zieren. Damit will der Rheingauer Winzer ein Signal gegen Intoleranz in der Gesellschaft setzen. Die Idee dazu kam ihm Anfang des Jahres - zur Zeit der "Pegida"-Demonstrationen.

Rüdesheim. Mit einem Stinkefinger auf dem Etikett will der Rheingauer Winzer Fred Strieth ein Signal gegen Intoleranz in der Gesellschaft setzen.

"Fuck off Intolerance" heißt es dazu auf der Flasche des Rüdesheimer Weinbauers. Damit will er gegen Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Schwulen-Hass vorgehen. "Für uns ist das ein Statement", sagt der 49-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Die Idee dazu sei ihm Anfang des Jahres gekommen - zur Zeit der "Pegida"-Demonstrationen.

Für die Flaschen mit dem besonderen Etikett, das eine Freundin seiner Tochter gestaltete, hat Strieth einen weiß gekelterten Spätburgunder ausgesucht. Der Blanc de Noir stammt aus einer Lage in Assmannshausen, das für seinen Spätburgunder berühmt ist. Um die 700 Flaschen hat Strieth, der nur drei Hektar in Steillagen bewirtschaftet, entsprechend etikettiert. Wer Gefallen findet, muss dafür zehn Euro zahlen. Ein Teil des Erlöses soll für soziale Zwecke verwendet werden, sagt der Winzer. (dpa)

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