Stradivari wieder da - V-Mann will Geld von Polizei

Hannover - Er hat zur Wiederbeschaffung einer gestohlenen Stradivari beigetragen und dafür Belohnung kassiert, jetzt will ein V-Mann auch von der Polizei für seine Dienste bezahlt werden.

Ein verdeckter Ermittler, der maßgeblich zur Wiederbeschaffung einer gestohlenen Stradivari beitrug, will von der Polizei eine Bezahlung für seine Arbeit. Er ließ die Diebe auffliegen, die aus einem Rittergut bei Hannover die mehrere Millionen Euro teure Geige des Hausherrn stahlen. Von der Versicherung kassierte er dafür 160 000 Euro Belohnung. Doch trotzdem fühlt sich der Mann, eine eindrucksvolle Erscheinung im dunklen Anzug mit Gypsy-Stiefeln, Pferdeschwanz und tiefer Stimme, betrogen. Am Donnerstag ging er deswegen vor Gericht.

Hätte er gewusst, dass die Polizei ihn nicht bezahle, hätte er die Stradivari kaputt gehauen, sagte er. Der Mann war mehrfach für die Polizei in Süddeutschland als V-Mann tätig, wenn es darum ging, gestohlenes Diebesgut wieder zu beschaffen. Deswegen hoffte er auch diesmal auf eine Entlohnung, als er sich an die Beamten wandte, nachdem er die Stradivari angeboten bekommen hatte.

Strittig ist nun, ob die hannoversche Polizei ihn wirklich beauftragte, sich um die Wiederbeschaffung der Geige zu kümmern. Die Beamten erklärten dem Mann, dass sie ihm bei den Ermittlungen nicht den Schutz seiner Identität zusichern könnten. So habe für ihn klar sein müssen, dass er nicht als V-Mann, sondern nur als Zeuge im Einsatz war, argumentieren die Polizisten.

dpa

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