Strecke südlich von Hildesheim betroffen

Strafanzeige nach Aufdeckung von Millionen-Pfusch beim A7-Ausbau

Bockenem. Weil Teile der A7 nach dem Ausbau mit krebserregenden Chemikalien belastet sind, hat Niedersachsen die Staatsanwaltschaft Hildesheim eingeschaltet.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr habe Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums in Hannover.

Mitte Februar war bekanntgeworden, dass Mittel- und Seitenstreifen der A7 südlich von Hildesheim auf einer Länge von zwölf Kilometern mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet sind. Das Verkehrsministerium verlangt von den beteiligten Bauunternehmen eine Sanierung der Seiten- und Mittelstreifen.

Derzeit werde ein Gutachten erstellt, um einen umfassenden Überblick über die Schadstoffbelastung zu erhalten, sagte die Sprecherin. Außerdem werde untersucht, ob die PAK sich möglicherweise in der Umwelt verbreiten. Das Ministerium wirft den Straßenbaufirmen vor, teerhaltige Bestandteile des alten Straßenaufbaus nicht sachgerecht verwertet zu haben. Dies habe zu der Belastung geführt.

Der Autobahnabschnitt von Bockenem bis zum Salzgitter-Dreieck war von 2011 bis 2014 für 60 Millionen Euro auf sechs Streifen ausgebaut worden. Das Verkehrsministerium geht davon aus, dass die Kosten für die Sanierung im zweistelligen Millionenbereich liegen können. Ein Zeitpunkt für den Beginn der Arbeiten steht nach Angaben der Sprecherin noch nicht fest. (lni)

Rubriklistenbild: © dpa

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