Mordprozess in Dessau

Tödlicher Streit um Garten: Sohn vor Gericht

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Der Angeklagte schwieg vor Gericht zu der Tat.

Dessau-Roßlau - Mit einem Dolch und einer Hellebarde soll ein 47-Jähriger seinen Vater erstochen haben - im Streit um die Gestaltung des gemeinsamen Gartens.

Seit Mittwoch muss er sich wegen heimtückischen Mordes vor dem Landgericht Dessau-Roßlau verantworten. Emotionslos verfolgte er die Verlesung der Anklage. Der Sohn habe auf den schlafenden 86-Jährigen mit dem Dolch und der Hellebarde eingestochen und eingeschlagen, heißt es darin. Vor Gericht schwieg der Mann. Bei früheren Vernehmungen hatte er die Tat bestritten.

Das Opfer aus Bitterfeld-Wolfen erlitt laut Anklage 17 Kopf- und 25 Brustverletzungen, an denen es laut Obduktion verblutete. Zwei Rettungssanitäter, die am Mittwoch als Zeugen aussagten, hatten den Tod des Rentners festgestellt.

Laut Staatsanwaltschaft soll sich die Bluttat am frühen Morgen des 10. September 2013 ereignet haben. Danach ging der Sohn wie gewohnt zur Arbeit, verließ sie aber wegen angeblicher gesundheitlicher Beschwerden früher. Dann rief er die Polizei und gab an, seinen Vater blutüberströmt im Bett vorgefunden zu haben.

dpa

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