Stromausfall in ganz Hannover

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Ein Mann steht am Mittwoch (13.07.2011) während eines Stromausfalls auf einer Straße in Hannover, auf der die akkubetriebenen Lampen einer Baustelle für ein wenig Licht sorgen.

Hannover - Ein Stromausfall hat am Mittwochabend das gesamte Stadtgebiet von Hannover in Dunkelheit gehüllt und einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Der Grund für den Blackout:

350 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten waren im Einsatz, wie Feuerwehrsprecher Jan Feichtenschlager am Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur dpa sagte. “Im Zusammenhang mit einem Stromausfall haben wir einen Einsatz in dieser Größenordnung noch nicht gehabt.“

Der Grund für den Blackout: In einer Verbindungsstation zu einem Hochspannungsnetz sei eine Schalteranlage ausgefallen, sagte ein Sprecher des Unternehmens Enercity, das zu den Stadtwerken Hannover gehört. Wie am Donnerstag bekannt wurde, war auch eine Anlage in einem Block in einem Kraftwerk im hannoverschen Stadtteil Stöcken ausgefallen. Das habe zu einem massiven Spannungseinbruch geführt. Warum die Schalteranlage ausfiel, war unklar.

Nachdem die Lichter gegen 22.40 Uhr komplett ausgegangen waren, dauerte es nach Angaben von Enercity circa eine halbe Stunde, bis gut zwei Drittel von Hannover wieder Strom hatten. Die Feuerwehr meldete, dass alle Stadtgebiete erst eine Viertelstunde nach Mitternacht wieder am Netz waren. Auch Teile der benachbarten Stadt Langenhagen sowie die Fernwärmeversorgung seien betroffen gewesen, so Feuerwehr-Sprecher Feichtenschlager.

Auch am Flughafen Hannover fiel der Strom aus. Hier seien aber sofort Notstromaggregate angesprungen. Alle Starts und Landungen seien planmäßig verlaufen, sagte ein Flughafensprecher.

Kritisch sei der Stromausfall besonders für Alten- und Pflegeheime gewesen. Dort waren Senioren auf Beatmungsgeräte angewiesen, die dann nur noch mit Akkubetrieb liefen. Die Feuerwehr sei aber überall rechtzeitig hingekommen, sagte Feichtenschlager. Es sei niemand verletzt worden. Während des Blackouts wurde ein Brand in der Medizinischen Hochschule Hannover gemeldet, den die Feuerwehr aber schnell im Griff hatte.

dpa

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