Studie: Eis macht genauso süchtig wie Drogen

London - Eine Studie hat ergeben, dass Eis das gleiche Suchtpotential wie illegale Drogen hat. Bei den Probanden konnten sogar Entzugserscheinungen gemessen werden. Der Verzehr kann in einem Teufelskreis enden.

An der Studie nahmen 151 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren teil, berichtet das Onlineportal telegraph.co.uk. Alle hatten ein "gesundes Gewicht" und wurden vor Beginn über ihre Essgewohnheiten befragt. Außerdem sollten sie angeben, auf welche Nahrungsmittel sie regelmäßig besonders Lust hätten.

Die Forscher scannten daraufhin die Gehirne der Probanden während ihnen das Bild von einem Milchshake mit Häagen-Dazs-Schoko-Eis gezeigt wurde. Alle wollten den echten Schokoladen-Shake haben. Die Teenager bekamen das Getränk, doch die Jugendlichen, die in den Wochen zuvor mehr Eis als die anderen gegessen hatten, konnten ihn weniger genießen.

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Die Forscher erklären, dass es sich dabei um die gleiche Reaktion wie bei einem Drogensüchtigen handelt. Durch den regelmäßigen Konsum von Eis benötigten die Jugendlichen mehr davon, um ihren Dopamin-Spiegel zu erhöhen, also das Belohnungszentrum im Gehirn anzuregen. Das kann in einem Teufelskreis enden, da immer mehr Eis gegessen werden muss, um das ursprüngliche Glücksgefühl wieder herzustellen.

"Dieses Herunterregulations-Muster ist von regelmäßigem Drogenkonsum bekannt: Je mehr Drogen ein Individuum nimmt, desto weniger Belohnung erhält es durch den Konsum", erklärt Dr. Burger, der Co-Autor der Studie gegenüber telegraph.co.uk. Dadurch wird die Menge mehr und mehr gesteigert - das gelte für Kokain genauso wie für Eis. Das Verlangen nach der süßen Speise könne dabei sogar den Entzugserscheinungen von Drogensüchtigen ähneln.

Die Studie ist im American Journal of Clinical Nutrition erschienen.

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Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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