Ein Stück sechziger Jahre: Designerin Lilly Pulitzer gestorben

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Ohne ihre Kleider wären die sechziger Jahre etwas weniger bunt gewesen: Lilly Pulitzer hat die Mode und die Popkultur bereichert. Zu verdanken hatte sie das ihrer Kreativität - und einer berühmten Schulfreundin.

Die Mode-Designerin Lilly Pulitzer ist tot. Die US-Amerikanerin starb nach am Sonntag in ihrem Haus in Palm Beach in Florida, bestätigte das mit der Trauerfeier beauftragte Bestattungsunternehmen. Sie war 81 Jahre alt. Das Unternehmen, das sie mit 21 Jahren gegründet hatte, gibt es immer noch und verkauft nach wie vor Kleider in hellen, sommerlichen Farben mit Blumen oder Früchten als Motiv. Ihre Schulfreundin Jacqueline Kennedy machte die Kleider in den sechziger Jahren berühmt.

Lilly hätte nicht arbeiten müssen, sie wuchs wohlhabend in New York auf. Als sie mit ihrem Ehemann Peter Pulitzer, Enkel des Herausgebers und Preisstifters Joseph Pulitzer, in Florida war, eröffnete sie mehr aus Langeweile einen Stand mit Fruchtsäften. Um die Spritzer der Zitronen und Orangen zu überdecken, entwarf sie ein Kleid ohne Ärmel und mit buntem Muster - so will es zumindest die Firmenlegende.

Die Kleider wurden rasch in der Umgebung populär, aber erst eine Schulfreundin von Lilly machte sie berühmt: Jacqueline Lee, die den aufstrebenden Politiker John F. Kennedy geheiratet hatte, trug ein Pulitzer-Kleid während einer Reise und ließ sich damit auch für das Magazin „Life“ ablichten. Fortan wollte jeder die Kleider haben und sie wurden ein Stück sechziger Jahre. Pulitzer ging 1984 mit 53 Jahren in den Ruhestand. Knapp zehn Jahre später belebten Geschäftsleute die Idee jedoch wieder. Lilly Pulitzer blieb noch als Beraterin tätig, überließ das Alltagsgeschäft aber anderen. Auch wenn sie nach einer dritten Ehe längst nicht mehr Pulitzer hieß - die Kleider werden bis heute unter dem Markennamen „Lilly Pulitzer“ verkauft. (dpa)

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