Schweres Unwetter in Deutschland

Hagelsturm verursacht Milliardenschaden

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Sturm "Andreas" war Ende Juli über Nord- und Süddeutschland gefegt.

Düsseldorf - Es war eines der schwersten Hagelunwetter Deutschlands - jetzt kam heraus, dass die Schäden von Sturm "Andreas" sogar weit höher sind als zunächst angenommen.

Hagelsturm „Andreas“ wird die Versicherungsbranche aus Sicht der Hannover Rück teuer zu stehen kommen. „Ich halte eine Zahl deutlich über eine Milliarde Euro für realistisch“, sagte Hannover-Rück-Vorstand Michael Pickel der iPad-Ausgabe des „Handelsblatt“. Das deckt sich in etwa mit den Angaben des weltgrößten Rückversicherungsmaklers Aon Benfield. Dieser hatte vergangene Woche mitgeteilt, er schätze die Schäden auf 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro und sprach von einem der schwersten Hagelunwetter Deutschlands.

Frühere Schätzungen, die von 600 Millionen Euro für Auto- und Wohngebäudeschäden ausgingen, bezeichnete Hannover-Rück-Manager Pickel als zu niedrig. Sturm „Andreas“ war Ende Juli über Teile Nord- und Süddeutschlands gezogen, dabei waren Hagelkörner mit Durchmessern von bis zu acht Zentimetern niedergegangen.

Allianz rechnet mit Preissteigerungen

Pickel glaubt, dass die vielen Unwetter in letzter Zeit Auswirkung auf die Prämien in der Autoversicherung haben werden. Die sogenannten Schwankungsrückstellungen bei den Endkundenversicherern gingen zu Neige. Mit dieser zusätzlichen Kapitaldecke federn Versicherer unterschiedlich hohen Schadenssummen über die Jahre ab. „Es war schon immer so, dass Erstversicherer die Prämien angehoben haben, wenn der Topf für die Schwankungsrückstellungen leer war“, sagte der Manager der Zeitung. „Es sollte mich wundern, wenn es diesmal anders wäre.“

Auch die Allianz hält Preissteigerungen für möglich. „In der Summe verdient die Branche in der Kfz-Versicherung immer noch kein Geld, und die Naturkatastrophen und Wetterkapriolen belasten zusätzlich“, hatte Allianz-Finanzvorstand Burkhard Keese kürzlich der „Börsen-Zeitung“ gesagt. „In der Vergangenheit zogen Preise in solch einem Umfeld meist an.“

dpa

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