Sturm bleibt aus: Kampf gegen Ölleck geht weiter

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Sturmtief Bonnie ist nur noch eine Schlechtwetterzone.

Washington - Eine Sturmwarnung für das Unglücksgebiet im Golf von Mexiko wurde abgesagt, die Schiffe können wieder in die Unglücksregion zurückkehren.

"Sturmtief “Bonnie“ ist sehr viel schwächer als angenommen“, sagte ein Sprecher der Einsatzzentrale der dpa am Samstag. Die Schiffe können innerhalb von Stunden wieder zurück. Wegen des nahenden Sturms hatten am Freitag fast alle Schiffe und Plattformen die Unglücksregion verlassen. Lediglich zwei Überwachungsschiffe blieben vor Ort. Von den Plattformen werden die Parallelbohrungern vorangetrieben, die meisten Schiffe haben die Aufgabe, Öl von der Meeresoberfläche abzusaugen. Meteorologen hatten den Tropensturm zu einer Schlechtwetterzone zurückgestuft.

BP startet Tiefseebohrungen im Mittelmeer

Der Energiekonzern BP will die nächste Tiefseebohrung im Mittelmeer vor der Küste Libyens starten. “Die Bohrungen werden in wenigen Wochen beginnen“, sagte BP-Sprecher David Nicholas am Samstag der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit einen Bericht der “Financial Times“. Die Quelle soll spätestens in einem halben Jahr erschlossen sein. In dem Feld soll es große Mengen Erdöl und bis zu 850 Millionen Kubikmeter Erdgas geben. Der Energiekonzern wies Sicherheitsbedenken über die neue Tiefseebohrung zurück.

Die Bohrung erfolgt in der Mittelmeerbucht Große Syrte. Etwa 200 Kilometer westlich der Hafenstadt Bengasi liegt die Quelle in rund 1750 Metern Tiefe. Damit wird dort 250 Meter tiefer nach den beiden Energierohstoffen gebohrt als bei der Tiefseebohrung im Golf von Mexiko. Zwischen den beiden Bohrfeldern gebe es allerdings keine Parallelen, betonte BP-Sprecher Nicholas. Hohe Sicherheitsstandards seien vor Libyen gewährleistet. “Wir haben weltweit viele Bohrungen durchgeführt und dort nun zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, darunter eine vollständige Kontrolle der Ölbohrplattform vom Typ “Noble“, die wir nutzen werden.“ Die Quelle ist laut BP in einer Gesteinsformation mit geringer Durchlässigkeit eingeschlossen.

Die Rechte für die Erschließung der Ölquelle hatte BP vor drei Jahren von Libyen für 900 Millionen Dollar (675 Mio Euro) gekauft. BP-Chef Tony Hayward bezeichnete den Deal als bis dahin größte Einzelinvestition.

dpa

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