Sturm auf dem Chiemsee: 36 Boote in Seenot

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Auf dem Chiemsee sind am Sonntagnachmittag 36 Boote in Seenot geraten.

Prien - Nach einem sonnigen Wochenende ist am Sonntagnachmittag ein Sturm über den Chiemsee aufgezogen. Die Folge: 36 Boote gerieten in Seenot. Es gab Verletzte.

Die Chiemseerettungsdienste waren den ganzen Nachmittag im Einsatz, um die havarierten Schiffe und deren Besatzungen zu bergen. Insgesamt wurden 61 Personen in Sicherheit gebracht.

Im Bereich der Feldwieser Bucht wurde Großaralarm ausgelöst, als die Eltern eines 13-jährigen Buben ihren Sohn auf dem See vermissten. Sie hatten ihn aus den Augen verloren, als die ersten heftigen Windböen einfielen. Der 13-Jährige war mit einer Segeljolle unterwegs, erreichte dann aber unversehrt den Hafen in Übersee.

Eine 46-jährige Seglerin verletzte sich schwer an ihrer Hand als sie bei heftigem Wellengang mit ihrer linken Hand zwischen die Schiffrümpfe zweier Segelboote geriet. Einer ihrer Finger wurde dabei so stark zertrümmert, dass ihr im Salzburger Unfallkrankenhaus ein Teil amputiert werden musste.

Eine Segelyacht ist in den Fluten des Sees versunken. Das Boot war zuvor auf dem See gekentert, die zweiköpfige Besatzung konnte aber von der Wasserwacht gerettet werden. Um eine Gefährdung für die Umwelt und Schifffahrt zu vermeiden, wird das gesunkene Schiff in den nächsten Tagen geborgen werden.

mm

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