Warnung bis Sonntagabend

Sturm und Schnee: Bäume fielen um, etliche Einsätze für Polizei und Feuerwehr

Kassel. Der Sturm hat in der vergangenen Nacht in der Region heftig gewütet. Die Polizei erhielt Dutzende Notrufe, etliche Bäume fielen auf Straßen. Und immer noch gilt eine offizielle Warnung vor starken Böen.

Die Straßenmeistereien und Feuerwehren der verschiedenen Landkreise und Städte sind laut Polizei im Dauereinsatz. Bis zum frühen Morgen gab es keine Angaben über verletzte Menschen. "Schäden hielten sich in Grenzen und entstanden in der Regel dadurch, dass sich Verkehrsteilnehmer in Schneeverwehungen festgefahren hatten oder in Straßengräben gerutscht waren", schreibt die Polizei.

Der Deutsche Wetterdienst warnt: Bis Sonntagabend muss mit starken Sturmböen zu rechnen sein. Wir halten Sie hier über die Lage in der Region auf dem Laufenden.

Infos über das aktuelle Wetter und die Aussichten für die kommenden Tage gibt es hier.

Landkreis Kassel

Vier Menschen wurden am Sonntag durch umgestürzte Bäume daran gehindert, mit ihrem Auto einen Gefahrenbereich zu verlassen, darunter eine hochschwangere Frau.

Im Bereich einer Ferienwohnungsanlage in der Nähe von Helsa im Kreis Kassel wollten die vier Personen in einem Auto den Bereich verlassen. Weil aber vor und hinter dem Auto Bäume umstürzten, konnten sie nicht losfahren. Mit im Fahrzeug eine hochschwangere Frau. Verletzt wurden die vier nicht.

Werra-Meißner-Kreis

Wegen Schneeverwehungen ist vor allem im Bereich des Hohen Meißners mit Behinderungen zu rechnen, die Straßenmeisterei ist im Einsatz. Zudem war die B451 zwischen Großalmerode und dem Abzweig Uengsterode/Walburg am Sonntag wegen umgestürzter Bäume dicht. Die Bundesstraße ist seit etwa 17.45 Uhr wieder freigegeben. 

Kein Durchkommen zwischen Kella und Grebendorf.

Schwalm

Für die Schwalm berichtete eine Ziegenhainer Polizeibeamtin, dass Feuerwehren zu wetterbedingten Einsätzen ausrücken mussten. Im Teichwiesenwald zwischen Neukirchen-Asterode und Oberaula-Olberode lag gegen 19.30 Uhr am Samstag ein Baum quer über der Bundesstraße 454. Mehrere Bäume stürzten am Samstag im Gilserberger Hochland um, insgesamt sieben Mal musste die Wehr ausgerücken. Schon gegen 8 Uhr rückte die Feuerwehr Itzenhain erstmals zu einem umgestürzten Baum auf der Straße zwischen Bellnhausen und Mengsberg aus, berichtete Gemeindebrandinspektor Markus Böse. Unterstützt wurde sie von Einsatzkräften aus Gilserberg. Ingesamt fünf Mal rückten alleine die Einsatzkräfte aus Itzenhain aus, um die Straße von Bäumen zu räumen, wobei sie einmal durch die Feuerwehr Mengsberg unterstützt wurden.

Auch nachts waren die Feuerwehren aus Itzenhain, Lischeid und Gilserberg nochmals im Einsatz, um weitere Bäume von der Fahrbahn zwischen Itzenhain und Lischeid zu räumen. Die Lage habe sich gegen 23 Uhr beruhigt. Feuerwehrkräfte aus Frielendorf zerlegten bereits am Samstag gegen 17 Uhr an der Straße im Wald zwischen Obergrenzebach und Großropperhausen einen Baum, der auf die Fahrbahn zu fallen drohte. Von größeren Schäden ist nichts bekannt.

Im Gilserberger Hochland.

Melsungen

Durch starke Böen wurde im Melsunger Stadtteil Schwarzenberg ein Baum umgeworfen. Er landete auf der Oberleitung der Bahn. Der Zugverkehr nach Kassel war dadurch unterbrochen. Mehr dazu hier.

Waldeck-Frankenberg

Ein Baum war zwischen Gemünden und Dodenhausen auf die Straße gestürzt. Etwa eine Stunde dauerte es, bis die Feuerwehr den Baum fortgeräumt hatte. Zwischen Benkhausen und Schweinsbühl war ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum gekracht. Zwischen Stormbruch und Bontkirchen hatte sich ein Mann am späten Samstagabend mit seinem Auto in einer Schneewehe festgefahren. Beim Versuch, sein Fahrzeug mit ungeschützten Händen freizuschaufeln, erlitt der Mann Erfrierungen an den Händen.

Hier alle Infos über die Lage in Waldeck-Frankenberg

Ein Baum wurde zwischen Gemünden und Dodenhausen (Kreis Waldeck-Frankenberg) vom Wind umgeworfen.

Northeim

Die Rückkehr des Winters am Wochenende mit Schnee und Eis auf den Straßen forderte im Landkreis Northeim einen schwereren Unfall.

Hann. Münden

Wegen umgestürzter Bäume sind in der Gemeinde Staufenberg die Kohlenstraße und die Kreisstraße 222 zwischen der A7-Anschlussstelle Lutterberg und Sichelnstein gesperrt.

Straßensperrungen wegen Schneeverwehungen: Die Landesstraße 559 zwischen Dransfeld und Jühnde und die Straße Zum Hohen Hagen ab dem Ortsausgang Dransfeld sind dicht. Mehr dazu hier.

In den Schedener Kurven auf der B3, die durch Schnee und Eis glatt waren, ist in der Nacht zu Sonntag ein Kleintransporter verunglückt.

Starke Schneeverwehungen: Die Landesstraße zwischen Dransfeld und Jühnde am Sonntag.

Hersfeld-Rotenburg

Dutzende Einsätze gab es im gesamten Kreis. Immer wieder mussten Feuerwehren ausrücken, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen. Hier eine Liste der betroffenen Straßen.

Homberg

Zwischen Schwarzenborn und Grebenhagen stürzten Bäume auf die Fahrbahn. Auch zwischen Niederbeisheim und Beiseförth wurden Bäume abgeknickt und umgeworfen.

Bei Knüllwald

Rubriklistenbild: © Per Schröt er

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