So stürmisch war der Herbstanfang

Sturmtief Fabienne zog über Hessen: Zwei Menschen schwer verletzt, zahlreiche Schäden

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Auch in Frankfurt am Main wütete Fabienne.

Berlin/Frankfurt. Zum Herbstanfang zog Sturmtief Fabienne über Mitteldeutschland. Auch Teile Hessens waren betroffen.

Das Sturmtief "Fabienne" ist am Sonntag über Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gezogen. Pünktlich am Tag des kalendarischen Herbstanfangs wirbelte der Sturm die Reisepläne Tausender durcheinander. Starkregen und heftiger Wind verursachten zahlreiche Schäden. Mindestens zwei Menschen wurden schwer verletzt. 

In Südhessen meldete die Polizei mehr als 160 Notrufeinsätze. "Auffallend ist die hohe Zahl umgestürzter Bäume, die nach ersten Einschätzungen deutlich höher als bei bisherigen Unwettern war", hieß es vom Polizeipräsidium Südhessen. Auf vielen Straßen gab es Behinderungen deswegen. In Darmstadt stürzte ein großer Baumast auf ein Hausdach und zwei Autos. Die umliegenden Gebäude mussten geräumt werden - 36 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, weil Bäume auf ihre Autos fielen - ein 55-Jähriger in Stockstadt am Rhein und eine 46-Jährige in Schaafheim. 

In Münster bei Dieburg sind Dachteile von einer Schule geflogen. In Gräfenhausen wurde das Dach eines Supermarkts abgedeckt. In Rüsselsheim flogen 100 Styroporplatten auf einer Baustelle umher. In Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen blieb ein Bus in einer überfluteten Unterführung stecken. 

Auch der Flughafen Frankfurt - Deutschlands größter Airport - meldete Probleme. Aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen komme es zu Verzögerungen im Betriebsablauf und vereinzelten Flugausfällen, hieß es am Sonntagabend. Etwa zwei Dutzend Flüge waren vor allem zwischen 16 und 18 Uhr annulliert worden, wie die Website zeigte. Fluggäste wurden noch am Abend gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen. 

In Ludwigshafen meldete die Feuerwehr Starkregen. Größere Sachschäden blieben aber aus. In Saarbrücken gab es 30 wetterbedingte Einsätze, in der Region mehr als 50. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Saarlouis fiel die Telefonanlage zwischenzeitlich aus. Nach Angaben des Saarländischen Rundfunks gab es in Teilen von Nonnweiler keinen Strom. Auch im Stadtgebiet Mainz kam es zu Feuerwehreinsätzen aufgrund des Sturmtiefs. 

Ein Bahnsprecher in Berlin sagte am Abend, es gebe im Süden der Republik zahlreiche Bäume im Gleis oder in Oberleitungen. Unwetterschäden schränkten den Verkehr am Sonntag stundenlang ein: Die Bahnstrecken Frankfurt-Heidelberg sowie Frankfurt-Mannheim waren zwischenzeitlich gesperrt. Auf den Strecken Mainz-Worms-Mannheim sowie Würzburg-Nürnberg/Augsburg kam es auch zu Einschränkungen, auch bei ICE-Züge der Strecke Hamburg/Bremen

dpa

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