Suche nach jungem Paar geht weiter

Sturz von Kreuzfahrtschiff war kein Unfall

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Das junge Paar war von diesem Kreuzfahrtschiff mit dem Namen "Carnival Spirit" ins Meer gestürzt

Sydney - Ein junges Paar ist bei einer Kreuzfahrt im Südpazifik über die Reling ins Meer gefallen. Doch entgegen ersten Annahmen ist es nun offenbar unwahrscheinlich, dass es sich um einen Unfall handelt.

Der Sturz eines jungen Paares von einem Kreuzfahrtschiff vor der australischen Ostküste ist möglicherweise kein Unfall gewesen. Eine Sprecherin des Schiffseigentümers Carnival Corp. mit Sitz in Miami sagte am Freitag, die Reling der „Carnival Spirit“ sei höher gewesen als es die Sicherheitsbestimmungen vorschreiben und extra konzipiert, um Unfälle zu vermeiden. Derweil ging die Suche nach dem australischen Paar, einem 30 Jahre alten Mann und einer 26 Jahre alten Frau, auch am Freitag mit fünf Flugzeugen und einem Hubschrauber weiter. Beide waren am Mittwochabend von anderen unbemerkt über die Reling gefallen und 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Ihr Fehlen fiel erst zwölf Stunden später anderen Mitreisenden auf.

Überwachungskameras hielten Sturz ins Meer fest

Die Suche nach dem Paar konzentrierte sich am Freitag weiter auf ein rund 1000 Quadratkilometer großes Gebiet in der Tasman-See zwischen Australien und Neuseeland. Nach Angaben eines Einsatzleiters könnten die beiden überlebt haben, falls sie aus Versehen über die Reling gefallen seien. Denn die See sei ruhig und warm, sagte Stephen Leahy, Chef des Rettungshubschrauber-Dienstes Westpac Life Saver Rescue Helicopters. Der 30-jährige Mann sei zudem Sanitäter im Staatsdienst gewesen und körperlich in guter Verfassung. Er wäre in der Lage gewesen, einem zweiten Menschen zu helfen.

Das junge Paar aus Neusüdwales war während einer zehntägigen Kreuzfahrt mit Freunden und Familienangehörigen über Bord gestürzt. Das Fehlen der beiden wurde den Angaben zufolge allerdings erst am Donnerstagmorgen, etwa erst zwölf Stunden später entdeckt, als das Schiff im Hafen von Sydney anlegte. Die „Carnival Spirit“ besitzt 600 Überwachungskameras. Der Sturz wurde nach Polizeiangaben zwar gefilmt, doch bemerkte ihn niemand zum Zeitpunkt des Unglücks.

AP

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