Verschollenes Flugzeug

MH370: Wrack wohl weiter südlich

+

Syndey -  Die bisherige Suche nach Flug MH370 war womöglich am falschen Ort. Neue Datenanalysen deuten auf einen Absturzort weiter südlich hin.

Irrtümlich als Blackbox-Signal ausgelegte Geräusche haben Experten auf der Suche nach dem Wrack des verschollenen Fluges MH370 offenbar auf eine falsche Fährte gelockt. Das Flugzeug sei nach einer neuen Datenanalyse wahrscheinlich weiter südlich als angenommen abgestürzt, sagte Martin Dolan, Chef der australischen Transportsicherheitsbehörde, am Freitag im australischen Rundfunk.

Die nächste Suchaktion, die im August beginnen soll, konzentriere sich deshalb auf ein Gebiet etwa 1800 Kilometer westlich der Westküstenstadt Perth. Dort waren Suchexperten bereits: von Flugzeugen aus begannen sie zehn Tage nach dem Absturz am 8. März, die Meeresoberfläche nach Wrackteilen abzusuchen, aber vergeblich.

Als ein Schiff Anfang April weiter nördlich Signale auffing, die von einer Blackbox hätten stammen können, wurde das Suchgebiet 800 Kilometer weiter nach Norden verlegt. Bis Ende Mai wurde dort aber keine Spur des Wracks gefunden. Experten meinten schließlich, die Signale hätten vermutlich von Schiffen in der Region gestammt.

Gegend ist besonders schwierig, zu erkunden

MH370 war mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Kurs abgekehrt und ist nach Erkenntnissen der Ermittler Stunden später tausende Kilometer weiter südlich im Indischen Ozean abgestürzt. Die malaysische Polizei geht davon aus, dass die Kommunikationsgeräte an Bord absichtlich abgestellt wurden.

Vor der neuen Suche lassen die australischen Behörden den teils 6000 Meter tiefen Meeresboden in der Suchregion vermessen. Dafür heuerten sie die niederländische Firma Fugro Survey an. Rob Luijnenburg koordiniert die Arbeit an Bord des Schiffes „Fugro Equator“. Die Gegend sei besonders schwierig zu erkunden, sagte er dem Sender ABC: „Der Meeresboden hat Berge und Täler und mit sieht kaum etwas.“

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.