Südkorea: Soldaten feuern auf Zivilflugzeug

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Südkoreanische Soldaten haben im Grenzgebiet auf ein Passagierflugzeug (Archivbild) geschossen, das sie für eine Militärmaschine des kommunistischen Norden hielten.

Seoul - Gefährliche Verwechslung: Südkoreanische Soldaten haben im Grenzgebiet auf ein Passagierflugzeug geschossen, das sie für eine Militärmaschine des kommunistischen Norden hielten.

Das Flugzeug sei zum Glück außer Reichweite gewesen. Keiner der 119 Insassen an Bord der Maschine sei zu Schaden gekommen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag.

Dem Bericht zufolge befand sich das südkoreanische Flugzeug der Asiana Airlines im Anflug auf den Internationalen Flughafen Incheon vor der Küste, als zwei Soldaten mehrere Salven aus ihren K-2-Sturmgewehren auf den Flieger abgaben. Die Soldaten seien auf einer Insel nahe der Grenze stationiert. Sie hätten geglaubt, dass das Flugzeug auf einem ungewöhnlichen Kurs Richtung Norden geflogen sei, hieß es. Die Maschine sei jedoch laut der Fluggesellschaft niemals vom ihrem Kurs abgewichen.

Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen

Kurz vor Jahresende lässt Südkorea noch einmal die Muskeln spielen. © AP
Drei Tage nach Militärübungen an der strittigen innerkoreanischen Seegrenze hat Südkorea ein großangelegtes Manöver unweit der Landgrenze zu Nordkorea abgehalten. © AP
Die Übung der Boden- und Luftstreitkräfte - die größte derartige Übung in diesem Jahr - endete nach etwa zwei Stunden, teilte ein Armeesprecher am Donnerstag mit. © AP
Einen Monat nach dem Angriff Nordkoreas auf die grenznahe südkoreanische Insel Yonpyong im Gelben Meer sollte die Übung erneut militärische Stärke demonstrieren. © AP
Neben der Übung in Pochon, das nur etwa 20 Kilometer von der schwer bewachten Landgrenze entfernt liegt, setzte Südkoreas Marine vor der Ostküste ein Seemanöver fort. © AP
Das dreitägige Manöver zur Abwehr von feindlichen U-Booten und Schiffen hatte bereits am Mittwoch begonnen. © AP
An der Schießübung in Pochon nahmen den Angaben zufole etwa 800 Soldaten teil. © AP
Neben Artilleriegeschützen wurden auch Kampfjets und Panzer eingesetzt. © AP
Auf einem Truppenübungsgelände in Pochon werden regelmäßig Manöver abgehalten. © AP
Am Montag hatte Südkorea trotz massiver Drohungen Nordkoreas eine Artillerieübung auf der Insel Yonpyong veranstaltet. © AP
Die nordkoreanische Volksarmee hatte darauf zurückhaltend reagiert. © AP
Es lohne nicht, “auf jede verachtenswerte Provokation“ mit einem Gegenschlag zu antworten, hieß es. © AP
Beim Granatenbeschuss Yonpyongs am 23. November waren vier Südkoreaner getötet worden. © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP
Manöver: Südkorea lässt die Muskeln spielen © AP

Der Vorfall, der sich am Freitag bei Tagesanbruch nahe der innerkoreanischen Seegrenze vor der Westküste ereignet, verdeutlicht die angespannte Situation auf der geteilten koreanischen Halbinsel. Die Spannungen haben sich seit der Versenkung eines südkoreanischen Kriegsschiffes im März 2010 und dem Beschuss einer zu Südkorea gehörenden Insel durch Nordkoreas Küstenartillerie im November erheblich verschärft. Bei den Vorfällen waren 50 Menschen ums Leben gekommen. Seoul macht Nordkorea auch für den Schiffsuntergang verantwortlich.

dpa

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