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Es reicht! Was Kunden zu Supermarkt-Mitarbeitern nie wieder sagen sollten – „Hört man 100x am Tag“

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Von: Armin T. Linder

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Kassiererinnen in Supermärkten
Zwei Kassiererinnen in Supermärkten (Symbolfotos). © Joerg Boethling/snapshot/Imago

Was wollen Supermarkt-Mitarbeiter von Kunden hören, was nie wieder? Bei Twitter beantworten diese Frage nun einige Menschen aus dem Einzelhandel.

München - Viele Verbraucher haben es derzeit schwer im Supermarkt mit den Preisen - gerade jene, bei denen wenig Geld in der Tasche ist. Aber denkt auch jemand an die Mitarbeiter in den Läden? Ja! Eine Kundin hat unlängst bei Twitter eine Frage an jene platziert, wie tz.de berichtet: „Was kann man als Kunde tun, um Euch das Leben leichter zu machen? Was sollte man lassen? Habe mich das heute an der Kasse mal wieder gefragt.“

Es ist nicht der erste Thread dieser Art zu dem Thema, das auch bereits bei Reddit diskutiert wurde. Schon vor knapp einem Jahr gab eine Nutzerin acht Tipps, wie man Kassenkräften das Leben erleichtern kann. Darunter „einfach mal nett sein“, „Warentrenner benutzen“, „Flaschen nicht aufs Band stellen oder mit dem Band rollen lassen“ oder „Bitte ansagen, ob ihr mit Karte zahlen möchtet“ statt sie nur hinzuhalten - für die weiteren Ratschläge am besten klicken und durchlesen:

„Nicht nach einer weiteren Kasse plärren“: Supermarkt-Mitarbeiterin stört so einiges

Auch in dem neuen Thread melden sich Menschen zu Wort, die wohl im Einzelhandel arbeiten - zu verifizieren ist das natürlich schwerlich. Aber ihre Aussagen sind allemal interessant. Eine Userin schreibt: „Was mir das Leben leichter machen würde: Nicht so viel quasseln. Wenn die Kassiererin schon mit der Wechselgeldrausgabe begonnen hat, nicht mit Kleingeld kommen. Nicht nach einer weiteren Kasse plärren. Die Preise in der Kasse akzeptieren. An der Kasse nicht den Frust über leere Regale und falsche Preise abladen.“ Ihr scheint dann immer mehr einzufallen: „Dumme Witze wie ‚Kostet nix‘, ‚Nee, ich hab ein Navi‘, ‚Ich will doch nicht den ganzen Laden kaufen‘ unterlassen.“

Ex-Supermarkt-Mitarbeiterin: „Nehme ich auch umsonst“ höre man „100x am Tag“

Eine weitere Nutzerin schlägt in eine ähnliche Kerbe: „Ich habe während Schule und Studium viele Jahre an der Kasse gesessen. Bitte macht nicht immer die gleichen Witze. Z.B. wenn ein Artikel nicht scannt ‚nehme ich auch umsonst‘. Hört man 100x am Tag. Wenn etwas im Laden nicht funktioniert, ist es nicht die Schuld der Kassiererin. Lasst eure schlechte Laune darüber nicht an ihr aus. Flaschen bitte immer legen. Benutzt Trennbalken. Wenn ihr zu Stoßzeiten einkaufen geht, müsst ihr schnell sein. Die Kasse ist verpflichtet, schnell zu arbeiten und nicht auf euch zu warten.“ Ein Rewe-Kunde wurde im Netz für einen wirklich kreativen Witz an der Kasse gefeiert.

Auch ein Mann, der nach eigenen Angaben eine Discounter-Filiale leitet, meldet sich zu Wort. Er sitze auch immer wieder an der Kasse, erklärt er, und glaubt, er „spreche für viele, wenn ich sage, dass es uns schon freut, wenn man einfach nur freundlich ist und einen nicht anmotzt, wenn man nach der Payback-Karte oder Ähnliches fragt.“

Eigentlich alles plausible Punkte, bei denen es aber sicherlich nichts schadet, wenn sie in Erinnerung gerufen werden. In dem Twitter-Thread werden gleichzeitig auch kniffligere Fragen thematisiert. So heißt es: „Ich selbst bin mir oft unsicher, ob ich an der Kasse mein Münzgeld in die Hand geben oder auf den Tresen legen soll (kann dann u. U. leichter gezählt werden).“ Die Meinungen gehen auseinander: „Bitte auf den Tresen, man braucht nicht ständig Körperkontakt“ und „Ich bekomme es lieber in die Hand, weil ich das Kleingeld bei uns nur schwer vom Tresen aufgehoben bekomme“ lauten nur zwei Antworten.

Freundlichkeit ist Trumpf im Supermarkt

Das Wichtigste aber bleibt im Umgang zwischen Mitarbeitern und Kunden wohl: nett sein! „Man kann einfach nur freundlich sein und ein paar Worte wechseln, möglicherweise höflich. Das ist alles was wir brauchen“, heißt es. Oder: „Der Job kann Spaß machen, wenn man einfach als Mensch behandelt wird. Freundlichkeit, Grüßen, Verständnis und Geduld, wenn es mal nicht so schnell geht wie erwartet. Was ich absolut daneben finde, ist Telefonieren, während man bezahlt. Als wäre der Mensch an der Kasse nicht da.“

„Hallo Lieblingskassiererin!“ - „Hallo Lieblingskundin. Und wir strahlen beide“

Eine Supermarkt-Kundin hat sogar eine ungewöhnliche Ausprägung des freundlichen Miteinanders im Sinn. Sie schildert wohl an eine wahre Begebenheit aus ihrem Alltag, wenn sie schreibt: „Einfach sagen: ‚Hallo Lieblingskassiererin! Ich stelle mich immer extra bei Ihnen an, weil sie immer so freundlich sind und lächeln.‘ Jetzt freuen wir uns immer beide, wenn sie da ist, und sie sagt: ‚Hallo Lieblingskundin.‘ Und wir strahlen beide.“ Wenig erbaut war kürzlich ein Kaufland-Kunde beim Anblick diverser Schilder - und zog weiter zu Aldi. (lin)

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