Eine wichtige Frage bleibt ungeklärt

Coronavirus: Hochzeit entwickelt sich zu Superspreader-Event - Behörde deckt verheerende Konsequenzen auf

Corona in den USA
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Die Coronavirus-Lage in den USA ist erschreckend (Symbolbild).

Die USA ist weltweit am schlimmsten von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Ein Superspreader-Event wurde rekonstruiert und die traurigen Folgen aufgezeigt.

  • Die USA ist schwer von der Corona*-Krise betroffen.
  • 177 Menschen infizierten sich nach einer Hochzeit. Sieben Menschen starben.
  • Die US-Seuchenschutzbehörde rekonstruierte das Superspreader-Event.

München/Maine - Weltweit steigt die Zahl der Corona-Infizierten*. Viele Länder in Europa kämpfen gegen die zweite Welle* an. Die USA sticht als Land, das weltweit am schlimmsten von der Pandemie betroffen ist, hervor. Die Zahl der Covid-19-Toten in den USA riss zuletzt die Viertelmillion-Marke.

Besonders Superspreader-Events gelangen immer mehr in den Fokus. In den USA wurde ein solches Event genauer unter die Lupe genommen. Die Erkenntnisse sind verheerend.

Traurige Corona-Bilanz einer US-Hochzeit: 177 Menschen infizieren sich - sieben Menschen sterben

Das Coronavirus* breitet sich in den USA rasant aus. Der Johns-Hopkins-University zufolge haben sich mehr als 11,5 Millionen Menschen seit Beginn der Pandemie infiziert, mehr als 250.000 Menschen starben an Covid-19 (Stand: Donnerstag, 19. November). Der verheerenden Corona-Lage zum Trotz entschied sich ein junges Paar im August im US-Bundesstaat Maine zu heiraten. Das zog weitreichenden Folgen nach sich, wie ein Bericht der Seuchenschutzbehörde CDC aufzeigt. 177 Menschen infizierten sich in der Folge, sieben Menschen starben.

Corona in den USA: Rekonstruktion eines Superspreader-Events - 57 Fälle

55 Gäste hatte das Brautpaar zu seiner Hochzeit am 7. August eingeladen. Die Anzahl der Gäste überschritt damit die erlaubte Anzahl an Menschen, die zu diesem Zeitpunkt in dem US-Bundesstaat gemeinsam in einem geschlossenen Raum sein durften. Zu Beginn der Veranstaltung sei bei den Gästen Fieber gemessen worden. Trotz Hinweisen sei es vernachlässigt worden, Masken zu tragen und den Mindestabstand einzuhalten.

Fünf Tage nach der Hochzeit seien die ersten zwei Corona-Fälle registriert worden. Einen weiteren Tag später wurden erneut drei Personen positiv getestet. Knapp zwei Wochen nach der Hochzeit am 20. August lag die Zahl der Corona-Positiven bei 27. Des Weiteren seien drei Personen mit positivem Testergebnis* ermittelt worden, die sich in der Nähe der Hochzeitsgästen aufgehalten hätten. Zusammengerechnet ergab dies eine Zahl von 30 Infizierten und, wie in dem Bericht steht, sogenannte „Primärfälle“. 27 weitere positiv getestete Menschen wurden als „Sekundärfälle“ und „Tertiärfälle“ registriert. Eine Person starb.

Hinzu kam zwei weitere Ausbrüche, die dem Bericht zufolge auf die Hochzeit zurückzuführen sind:

  • In einer Pflegeeinrichtung infizierten sich 38 Personen (14 Mitarbeiter, 24 Bewohner). Sechs Bewohner starben.
  • In einer Justizvollzugsanstalt infizierten sich 82 Menschen.

Corona in den USA: Hochzeit als Superspreader-Event - Wer war Patient Null?

Die Frage nach dem sogenannten „Patient Null“ konnte die Seuchenschutzbehörde nicht klären. Es sei lediglich eine Person ausfindig gemacht worden, die einen Tag nach der Hochzeit Symptome* zeigte. Diese hätte bereits am Tag der Hochzeit infiziert gewesen sein können.

Alles in allem zog eine Hochzeit mit 55 Gästen demnach 177 Infizierte und sieben Todesfälle nach sich. Eine traurige Bilanz, die aufzeigt, welche verheerenden Folgen ein Superspreader-Event nach sich ziehen kann. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks (mbr)

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