Züchter Werner Roth hat die schönsten Modeneser Tauben in ganz Nordhessen

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Preisgekrönt: Die Modeneser Tauben von Werner Roth aus Wabern gehören zu den besten.

Alle zwei Wochen ist Badetag für die Modeneser Tauben von Werner Roth. Bei schönem Sommerwetter stellt der Taubenzüchter eine spezielle Badewanne ins Vogelgehege, in der die Vögel so gerne baden, dass das Wasser nur so spritzt. „Meine Tauben fühlen sich wohl“, ist er überzeugt.

Die Tauben aus dem italienischen Modena sind Werner Roths Leidenschaft. Fast sein ganzes Leben lang hat der 75-Jährige aus Wabern die Rasse Modeneser, die die Kleinste unter den Huhntauben ist, gezüchtet. Die Preise, Medaillen, Pokale, Ehrenteller und Ehrenbänder, mit denen seine Tauben ausgezeichnet wurden, schmücken eine ganze Wand. Auch eine Auszeichnung von Ministerpräsident Roland Koch ist dabei.

Die Taubenzucht sei eine Wissenschaft für sich, meint seine Frau Edda, die ihren Mann zu den vielen Rassegeflügel-Ausstellungen im Jahr begleitet und bei der täglichen Pflege der Tiere unterstützt.

Die Huhntaube, früher eine Flugtaube, wird heute nur noch auf Schönheit gezüchtet. Kriterien wie Form, Länge der Schwungfedern, Farbe und Schnabellänge entscheiden über den Ausstellungserfolg. Wie ein Ei solle ihre Form sein, erklärte Werner Roth und zeigte an einem Modell die wichtigsten Merkmale wie das gleichmäßige Verhältnis von Kopf, Rumpf und Ständern und die Rundung des Kopfes. Um die perfekte Modeneser Taube zu züchten, brauche man viel Erfahrung mit der Vererbungslehre. Aber auch die Haltung sei wichtig für den Zuchterfolg.

„Meine Tauben fühlen sich wohl.“

Seine Tiere werden zwei Mal täglich gefüttert. Sie bekommen nur Futter aus Naturprodukten wie Sämereien, Grit, Muschelkalk, Vitamine, Taubenstein und frischen Salat. Auch Löwenzahn fräßen sie gerne, die Bitterstoffe seien zudem nützlich bei der Verdauung, erklärte der Züchter.

Zwei Eier legen die Modeneser Täubinnen, 18 Tage wird gebrütet, dann schlüpfen die Jungen. Etwa 70 Jungtiere pro Jahr hat Werner Roth, in ganz Deutschland und auch nach Holland verkauft er sein Rassegeflügel. Seit seinem 15. Lebensjahr züchtet er seine Lieblinge. „Ich könnte nie ohne Tauben leben“, sagt er.

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